Usability – was ist das und wie wird sie getestet?

Hallo,

mein Name ist Mona Mülder. Ich studiere seit dem Wintersemester 2010/2011 an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort E-Government (Verwaltungsinformatik). Zurzeit befinde ich mich im sechsten Semester und absolviere mein Praxissemester hier in der Stadtverwaltung Moers.

Mona Müllder und Enrico Heber übergeben den Projektbericht.

Im letzten Semester konnte ich bereits gemeinsam mit Enrico Heber, ebenfalls E-Government-Student, ein spannendes Projekt für die Stadt Moers erarbeiten. Es trug den Namen E-Government Marketing und wir beschäftigten uns vor allem mit der Frage „Wie können wir den Bürgerinnen und Bürgern die Online-Angebote näherbringen?“. In diesem Zuge führten wir unseren ersten kleinen Usability-Test durch, den ich jetzt im Praxissemester noch einmal in größerer Form wiederhole.

Aber was ist Usability überhaupt?

Unter Usability versteht man die Gebrauchstauglichkeit von Webseiten. Es wird also getestet, wie gut Bürger mit der städtischen Webseite klarkommen und ob sie alles finden können, was sie suchen. Gerade in der heutigen Zeit haben Webseiten einen enormen Stellenwert erhalten. Umso wichtiger ist es, dass die Gebrauchstauglichkeit so hoch wie möglich ist. Denn eine Webseite kann noch so gute Inhalte haben, wenn diese nicht gefunden werden, bringt das niemanden etwas.

Und wie wird die Gebrauchstauglichkeit getestet?

Es gibt verschiedene Methoden, um die Gebrauchstauglichkeit von Webseiten zu überprüfen. In meinem Praxissemester entschied ich mich dafür, diese mit Hilfe von sogenannten Usability-Tests zu untersuchen. Dabei wurden den Testpersonen (in meinem Fall Freunde und Bekannte – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Mitarbeit!) verschiedene Aufgaben gestellt, die diese auf der städtischen Webseite ausführen sollten. Zum Beispiel wurden die Testpersonen in meinem Test dazu aufgerufen, einen Stadtplan der Stadt Moers zu suchen. Während die Tester sich dann auf die Suche machten, wurde gleichzeitig eine Ton- und Videoaufnahme von den Bildschirmbewegungen und der Mimik der Person aufgezeichnet. Das Ganze sah für den Testleiter dann so aus:

Webseite mit Benutzervideo und Tonspur

In der Mitte sehen wir die Webseite und wo sich der Mauszeiger gerade befindet (gelber Punkt). Unten rechts sehen wir ein Video vom Tester und wie sich seine Mimik verändert.  Schüttelt er z.B. gerade den Kopf, weiß der Testleiter, dass der Proband gerade unzufrieden ist. Unter dem Video ist zusätzlich die Tonspur zu sehen. Alle Tester wurden nämlich dazu angehalten, ihre Gedanken laut auszusprechen. Auch das hilft im Nachhinein, die Daten zu analysieren.

Computer mit der Webseite der Stadt Moers und Aufnahmetechnik

Die Tests fanden am Freitag, 26.04.2013 und Samstag, 27.04.2013 im Usability-Labor der Hochschule statt. An dieser Stelle auch noch einmal ein großes Dankeschön an die Hochschule, die das Labor für die Stadt Moers bereitstellte! Insgesamt wurden zehn Testpersonen unterschiedlichsten Alters (22-67 Jahre) und mit unterschiedlichen Computererfahrungen befragt.

Was ist das Ergebnis der Tests?

Die Ergebnisse sehen im Moment schon sehr vielversprechend aus und die Analyse folgt in den nächsten Wochen meines Praxissemesters. Am Ende der Analyse sollen dann die festgestellten Probleme der Webseite identifiziert sein und Lösungsmöglichkeiten an die Stadt übermittelt werden. Und wenn diese dann umgesetzt werden, finden sich die Bürgerinnen und Bürger demnächst noch besser auf der städtischen Webseite zurecht.

1 Kommentar

  1. Pio33 schreibt am 25. November 2013 um 22:54

    Eins Sehr interessanter Test.

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