Facebook-Umfrage – Auswertung Teil 2

Nachdem ich in meinem ersten Beitrag zu unserer Facebook-Umfrage auf einige allgemeine Daten eingegangen bin, komme ich nun zum konkreten Nutzerverhalten. Heute berichte ich über die Ergebnisse zur Nutzung sozialer Netzwerke. Der nächste Beitrag (ja, es wird doch eine kleine Serie…) beschäftigt sich dann mit den Reaktionen auf unsere Inhalte.

Nutzung von Facebook und www.moers.de

Ausschnitt aus der Facebook-Seite der Stadt Moers

Uns hatte interessiert, wie oft unsere Fans in sozialen Netzwerken und auch auf unserer Internetseite www.moers.de unterwegs sind. Wie zu erwarten, wird Facebook sehr intensiv genutzt: Fast 94 Prozent der Teilnehmenden sind täglich bei Facebook aktiv. Mich hat allerdings ein wenig überrascht, dass diese hohe Frequenz über alle Altersgruppen fast gleich ist! Tatsächlich liegt die tägliche Nutzung bei der Gruppe 45+ mit 93,7 Prozent sogar leicht höher als bei den 13 – 24-Jährigen (92,7).

Sehr interessant ist nun der Vergleich mit den Zahlen für die Nutzung von www.moers.de. 11,6 Prozent der Teilnehmenden nutzen nie das städtische Internetangebot. Bei der Altersgruppe 13 – 24 sind es sogar 21,8 Prozent! Zudem besuchen 48,6 Prozent nur selten die Internetseite der Stadt Moers. Bei den 13 – 24-Jährigen sind es 56,4 Prozent.

Immerhin ist die Gruppe 45+ relativ stark mit www.moers.de verbunden: 16 Prozent nutzen die Seite täglich und 45.3 Prozent mindestens wöchentlich.

Dennoch zeigt sich anhand dieser Zahlen, wie wichtig heute ein städtisches Facebook-Angebot ist. Über Facebook erreichen wir Menschen mit unseren Informationen, die wir über den bisherigen Internetauftritt nicht oder nur selten erreicht haben. Diese Zielgruppenerweiterung betrifft vor allem – aber eben nicht nur – jüngere Menschen.

Wir veröffentlichen als Stadtverwaltung (werk)täglich Nachrichten, die für viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt von Interesse sein können. Sehr interessant ist daher auch, dass Facebook ein (virtueller) Ort ist, an dem sich viele Menschen täglich aufhalten.

Und die anderen Social Media – Angebote?

Die Ergebnisse zeigen, dass Facebook weit vor allen anderen sozialen Netzwerken und Web 2.0 – Angeboten liegt. Auffällig ist, dass gerade Jüngere kaum (also selten oder nie) die in der Umfrage genannten Angebote nutzen.

Der durch Facebook hervorgerufene Bedeutungsschwund der VZ-Netzwerke lässt sich auch an unseren Zahlen ablesen: Sogar die 13 – 24-Jährigen nutzen VZ-Netzwerke nur selten oder nie (96 Prozent). Aber auch Twitter, Wer kennt wen? und Flickr spielen bei den Online-Aktivitäten eine eher untergeordnete Rolle. Blogs dagegen erfreuen sich einer größeren Beliebtheit. Rund 20 Prozent der Teilnehmenden lesen Blogs mindestens wöchentlich. Das berufliche Netzwerk Xing ist für alle Teilnehmenden ab 25 Jahre von gewisser Bedeutung – wenngleich auf relativ niedrigem Niveau.

Ausschnitt aus der Google+ - Seite  der Stadt Moers

Etwas irritierend sind die Rückmeldungen, die wir zu Google+ erhalten haben. Über alle Altersgruppen hinweg nutzen immerhin rund 45 Prozent der Teilnehmenden dieses relativ junge soziale Netzwerk. Bei den über 45-Jährigen liegt der Wert sogar bei 65 Prozent! Wir selbst stellen mit Blick auf unser eigenes Google+ – Angebot fest, dass es dort kaum Aktivitäten gibt und wir nur mit rund 140 Personen in Kontakt stehen (in den Kreisen von…).

Ich möchte ja niemandem Unrecht tun, aber insgesamt liegt der Verdacht nahe, dass die Antwortmöglichkeit missverständlich war. Möglichweise haben manche nicht erkannt, dass wir nach Google+ und nicht nach der Suchmaschine gefragt haben.

Es gibt aber auch Spielraum für andere Erklärungsversuche. Die Inhalte, die wir auf Facebook und Google+ verbreiten, sind relativ identisch. Ein Facebook-Fan, der bei Google+ auch unterwegs ist, wird sich daher vielleicht auch bewusst dagegen entscheiden, unser Treiben dort auch noch zu verfolgen.

Möglicherweise erhalten wir (auch) zu diesem Punkt über die Kommentarfunktion ja eine Rückmeldung…

Freunde, Freunde

Bei der Zahl der Facebook-Freunde schlagen die Jüngeren ganz klar die Älteren: Nur 7,4 Prozent der bis 24-Jährigen haben weniger als 100 Freunde. Bei der Gruppe 45+ sind es fast 52 Prozent. Dafür haben 63 Prozent der 13 – 24-Jährigen 200 – 499 Freunde. Bei den anderen Altergruppen liegt der Wert bei rund 30 Prozent.

Diese Zahlen sind für uns natürlich auch interessant. Je mehr Freunde unsere Fans haben, desto mehr Menschen können theoretisch mitbekommen, wenn sie auf unsere Meldungen reagieren. Ob und wie häufig die Fans unsere Nachrichten teilen, kommentieren oder mit einem „Gefällt mir“ – Klick würdigen – darüber berichte ich in meinem nächsten Beitrag.

8 Kommentare

  1. Ernst Mayer schreibt am 4. Juni 2012 um 13:05

    Besonders gelungen finde ich die Interpretationsspielräume bei Google+ – ich persönlich würde ja gerne und sofort nach Google+ umziehen. Aber nur mit allen meinen Freunden und nicht alleine.
    Trotz der besseren Bedienung, Übersichtlichkeit und tollen Fotofunktion fristet Google+ eher noch ein Nischendasein für Menschen, die besonders IT-affin oder meist sogar in der IT-Branche arbeiten. Und dort wird es eher als Twitter-Ersatz gesehen. Schade eigentlich.

  2. Joachim Reichert schreibt am 5. Juni 2012 um 12:42

    Also ich nutze ja das komplette Web 2.0 Angebot meiner Heimatstadt. Obwohl…. Die Smartphone-App wurde ja leider nur für den kleinen Teil der Bevölkerung mit MacOS zur Verfügung gestellt.
    Da wäre eine Lösung, die auf allen einigermaßen aktuellen mobilen Endgeräten läuft, sehr wünschenswert.
    Ansonsten bin ich sehr zufrieden und möchte vor allem @moers_de bei Twitter nicht mehr missen.

  3. Claus Arndt schreibt am 5. Juni 2012 um 13:07

    Danke, Joachim Reichert 🙂 Aus gut unterrichteten Kreisen weiß ich übrigens, dass in Sachen App noch in diesem Jahr auch für den größeren Teil der Bevölkerung eine Lösung in Sicht ist. Und in der Zwischenzeit kann man sich ja mit unserem kleinen Angebot bei Google Currents trösten….

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