Facebook-Umfrage – Auswertung Teil 1

Ausschnitt aus der Facebook-Seite der Stadt Moers

Mit der städtischen Facebook-Seite haben wir einen neuen Meilenstein erreicht: Bei der Zahl der Fans ist die 3.000er-Marke geknackt! Passend zu diesem schönen Ereignis präsentiere ich heute die ersten Ergebnisse aus unserer Facebook-Umfrage. Diese lief in der Zeit vom 21.03 – 16.04.2012 und richtete sich ausschließlich an Nutzerinnen und Nutzer dieses sozialen Netzwerkes.

In meinem ersten Beitrag zur Umfrage gehe auf einige allgemeine Daten ein. Im zweiten Beitrag bewerte ich die Antworten zum konkreten Nutzerverhalten. Dann kann man die vollständigen Daten auch herunterladen.

Vergleich Facebook-Umfrage und Umfrage zu www.moers.de

Es sind insgesamt 367 verwertbare Antworten eingegangen. Am Ende des Umfragezeitraumes hatten wir 2.865 Fans. Somit haben sich 12,81 Prozent der Fans an der Umfrage beteiligt.

Zum Vergleich: In der Zeit vom 5.10. – 13.11.2010 haben wie eine Online-Umfrage zum städtischen Internetangebot unter www.moers.de durchgeführt. Seinerzeit sind insgesamt 177 Antworten eingegangen. In dem genannten Zeitraum haben wir rund 65.000 Besucherinnen und Besucher auf www.moers.de gezählt. Da wir bei der Auswertung der Besuche auf Cookies verzichten, können wir nicht sagen, wie viele unterschiedliche Personen auf das Internetangebot zugegriffen haben. Allerdings dürfte die Zahl weit höher liegen als die Zahl der Facebookfans.

Dennoch sind bei der Facebook-Umfrage mehr als doppelt so viele Antworten eingegangen wie bei der Umfrage über www.moers.de. Daraus kann man den Schluss ziehen, dass sich die Menschen über Facebook leichter zur Teilnahme an einer Umfrage bewegen lassen. Einerseits mag dies daran liegen, dass über Facebook eine direktere Ansprache möglich ist. Anderseits ist Facebook als soziales Netzwerk sowie sehr stark auf Dialog und Teilhabe ausgerichtet – man neigt hier mehr zur Aktion.

Herkunft

75,3 Prozent der Teilnehmenden Fans wohnen aktuell in Moers. Dazu kommen noch einige Fans aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Wie zu erwarten, gibt es einen sehr starken lokalen beziehunsgweise regionalen Bezug.  Interessant ist, dass zudem noch 15,6 Prozent der Fans einmal in Moers gelebt haben und über Facebook ihrer Heimatstadt verbunden bleiben.

Altersstruktur

Beim Vergleich der Altersstrukur der Teilnehmenden und der Facebook-Fans der Seite fällt auf, dass es nichts Auffallendes gibt 😉 Die Altersverteilungen entsprechen sich annähernd. Die unter 34-Jährigen haben sich im Vergleich zu der Fan-Quote etwas weniger beteiligt, die Fans 34+ etwas stärker.

Antwortzeitverhalten

Wie in einer netten Studie bereits gezeigt wurde, erhalten Facebook-Beiträge 50 Prozent ihre „Gefällt mir“ – Klicks innerhalb der ersten 80 Minuten und 95 Prozent innerhalb von 22 Stunden. Unsere Ergebnisse bestätigen diese Tendenz. Bis zu dem zweiten Beitrag über die Umfrage am 28.03.2012 sind insgesamt 131 Antworten eingegangen. Nach 80 Minuten waren es 54 (= rund 41 Prozent) und nach 22 Stunden 110 (= rund 84 Prozent) Antworten. Danach „plätscherten“ nur noch wenige Rückmeldungen pro Tag herein. Ähnlich verlief der Antwort-Kurve nach den im wöchentlichen Abstand geschriebenen Erinnerungsbeiträgen.

Dies belegt noch einmal nachdrücklich, wie schnelllebig Facebook ist. Bei der Vielzahl der Beiträge, die tagtäglich auf der eigenen Startseite einlaufen, findet jede Nachricht nur einen kurzen Moment Beachtung – denn dann kommen schon die nächsten Meldungen… Dies bedeutet auch, dass man über Facebook und vergleichbare Netzwerke eine strukturierte Bürgerbetiligung nicht durchführen kann. Als Verwaltung erhält man zu den Nachrichten häufig ein schönes Stimmungsbild, gute Anregungen oder auch kritische Kommentare, aber eine Diskussion zu einem bestimmten Thema wird man hier kaum über einen längeren Zeitraum durchführen können.

Was bedeutet das für uns? Bürgerbeteilungsverfahren werden wir sicher auch in Zukunft über unsere Foren oder unseren Blog durchführen. Facebook, Twitter oder Google+ können wir jedoch sehr gut dazu nutzen, auf diese Beteiligunsgangebote aufmerksam zu machen. So können wir vielleicht auch die Menschen erreichen, die sich nie oder selten bein uns im Blog oder Forum tummeln.

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