Viel Wind um Nichts?

Windenergie ist eine der ältesten von Menschen genutzte Energieform. Bereits im Mittelalter war Windkraft ein moderner Energielieferant für Windmühlen und Segelschiffe. Schon damals galt: Wer Windenergie nutzt, denkt modern, umweltfreundlich, zukunftsorientiert. Trotzdem beträgt heute der Anteil der Windenergie an der Stromversorgung in NRW nur magere 3 %. Und in Moers? Fehlanzeige!

Die Landesregierung will in diesem Jahr ein neues Klimaschutzgesetz inklusive neuem Windenergie-Erlass auf den Weg bringen. Der Anteil der Windenergie soll dadurch von 3 auf 15 % steigen. Statt endlos auf internationale Beschlüsse zu warten, will NRW-Umweltminister Johannes Remmel die Problemfelder Klimawandel und erneuerbare Energien jetzt von „unten“ angehen – und dafür die Kommunen stärker einbinden. Dass es auch in unserer Stadt künftig Windenergieanlagen geben könnte, ist ein Fall für ENNI. Ganz sicher wäre dieses Segment eine Chance für unseren Energieversorger.

Dass die erneuerbaren Energien bei den Bürgern breite Zustimmung finden, stellte 2009 bereits das Meinungsforschungsinstitut Forsa fest: 95 % der befragten Bürger halten den Ausbau erneuerbarer Energien für wichtig bis sehr wichtig. 73 % der Bürger fänden Energieerzeugungsanlagen, die auf erneuerbare Energien setzen, in direkter Nähe zu ihrem Wohnort gut. 55 % sagen dies auch über Windenergieanlagen. Diese sind nach Solarparks die zweitbeliebteste Energieerzeugungsform in direkter Nähe zum Wohnort – meilenweit vor Atom- und Kohlekraftwerken. Insofern stehe ich einer Entwicklung in Moers positiv gegenüber, zumal unsere niederrheinische Landschaft wie geschaffen für die Nutzung von Windenergie.

2.800 Windkraftanlagen erzeugen mittlerweile die Hälfte des Stroms in NRW, der regenerativ erzeugt wird. Und ich bin der Meinung, auch Moers sollte künftig dabei sein.

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