Bürger planen ihre Stadt mit

Weitere wichtige Schritte auf einem langen Weg gehen die Moerserinnen und Moerser in diesen Tagen. Am Dienstag, 21. September, startete eine kleine Tour mit Veranstaltungen unter dem Titel „Moers 2030 – Gemeinsam Zukunft gestalten!“ Hier können sich Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen und ihr Moers in ihren Stadtteilen „mitbauen“. Die Frage, die dabei im Zentrum steht: Wie muss sich die Stadt entwickeln, damit sie auch in Zukunft lebens- und liebenswert ist? Dabei wurden und werden alle wichtigen Bereiche des täglichen Lebens wie Wohnen, Kultur, Freizeit oder Arbeit beleuchtet. Die Ergebnisse münden in den Flächennutzungsplan der Stadt. Doch bis dahin ist es – wie gesagt – noch ein Stück zu gehen. Er soll im Jahr 2012 beschlossen und wirksam werden.

Am 21. September sind die städtischen Fachleute und ich in der Anne-Frank-Schule zu Gast gewesen. Der Auftakt unserer Stadtteilveranstaltungen bezog sich auf Repelen, Rheinkamp-Mitte, Eick und Utfort. Über 100 Gäste sind der Einladung durch Presse, Flyer und Plakate gefolgt. Eines wurde schnell klar: Besonders der Bereich Kohlenhuck brannte den Bürgern auf den Nägeln. Vor allem die anwesenden Landwirte machten sich Sorgen, dass dort künftig eine Schwerindustrie mit rauchenden Schloten und Verunreinigung des Grundwassers angesiedelt werden könnte. Diese Bedenken konnten aber ausgeräumt werden. Falls dort eine Industriefläche entsteht, ist diese beispielsweise für Logistikunternehmen gedacht. Sehr positiv sahen die Anwohner den möglichen Bau von Windrädern.

Rund 25 Besucherinnen und Besucher waren am Donnerstag, 23. September, in der Willi-Fährmann-/St.-Marien-Schule zu Gast. Das liegt sicher unter anderem daran, dass für die Bereiche Meerbeck, Moers-Ost, Hochstraß und Scherpenberg nicht so viele freie Flächen vorhanden sind, die verplant werden können. Allerdings wurde auch dort genauso wie beim ersten Termin engagiert diskutiert. Beispielsweise forderte ein Ehepaar die Ausweisung von barrierefreiem Wohnraum im Flächennutzungsplan. Das ist zwar leider rechtlich nicht möglich, aber es zeigt, dass sich Bürger Gedanken um die Zukunft der Stadt machen. Zudem gab es einige Wünsche und Anregungen. Zum Beispiel forderten einige Gäste die Ergänzung und Erweiterung von Grünflächen. Auch die Sicherheit im Verkehr und die Nahversorgung waren Themen.

Die beiden Termine haben mir wieder einmal gezeigt, dass jeder Stadtteil anders ist. Aber diese Unterschiede sind Zeichen einer vitalen Gesamtstadt Moers. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten drei Besuche „vor Ort“. Wer übrigens keine Zeit hat oder hatte, kann sich die Vorschläge und Überlegungen jeweils in den Ausstellungen anschauen. Alle Infos und weiteren Termine sind hier nachlesbar: Moers 2030 – Gemeinsam Zukunft gestalten!

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