Baggern und Pritschen in Neukirchen-Vluyn

Viele Leserinnen und Leser der Moerser Zeitungen werden die Pläne der Volleyball-„Ikone“ Georg Grozer und der Stadt Neukirchen-Vluyn gewundert haben. Dort ist ein Volleyball-Leistungsstützpunkt mit Sporthalle und Internat angedacht worden. Selbstverständlich kannte ich die Überlegungen durch Informationen meines Amtskollegen Harald Lenßen. Ich würde mich sehr für unsere Nachbarstadt Neukirchen-Vluyn freuen, wenn die Pläne realisiert werden können. Dazu muss man aber wissen, dass es auch Gespräche mit zwei anderen Kommunen gibt – allerdings ist Moers nicht dabei.

Manche Leserinnen und Leser werden sich möglicherweise gefragt haben, wieso Moers sich nicht diesen „dicken Fisch“ geangelt hat. Der Grund dafür ist schlichtweg, dass die Planungen am Solimare noch nicht so weit gediehen sind, dass man Grozer verbindliche Zusagen hätte machen können. Warten wollte er aber nicht. Erst müssen wir den Bereich vernünftig mit allen Beteiligten „ausplanen“ – und dann können wir sagen, was dort noch passt. Verzögerungen – wie es in einer Zeitung zu lesen war – gab es definitiv nicht.

Wer jetzt als Moerser Volleyballfan Bedenken hat, dass der MSC nach Neukirchen-Vluyn abwandert, den kann ich beruhigen. Die neue Spielstätte unseres Vereins ist und bleibt Rheinkamp. Das hat mir auch MSC-Präsident Günter Krivec noch einmal nach der Berichterstattung ausdrücklich bestätigt. Im neu gebauten Sportzentrum können wir ab Sommer 2012 Baggern und Pritschen auf Bundesliga-Niveau erleben. Und darauf freue ich mich als großer Volleyball-Fan sehr.

8 Kommentare

  1. gestriger schreibt am 24. September 2010 um 13:25

    Die Stadt Moers befindet sich seit Januar 2010 in der Haushaltsnotlage. Sie darf keine neuen kostenträchtigen Verpflichtungen eingehen. Der Vertrag für die Planung Rheinkamp vor 2010 deckt haushaltsrechtlich nicht den Baubeginn ab. Es handelt sich um einen neuen Vertrag. Da der Bau von Rheinkamp mit ENNI Gewinnausschüttung finanziert wird, fehlt dieser bisher übliche Zuschuss von fast 5 Mio. Euro zur Tilgung der Schulden in der Stadtkasse. Ein Baubeginn erfolgte noch nicht. Der Vertrag zum Sportzentrum Neubau ist neu, nicht zwingend, für die Stadt kostenträchtig und stellt keine Einsparungen für die Zukunft in Aussicht. Warum sind Sie sich so sicher, dass der Bau haushaltsrechtlich genehmigungsfähig ist?

  2. Norbert Ballhaus schreibt am 29. September 2010 um 09:17

    Sehr geehrter Gestriger,

    vielen Dank für Ihren Kommentar zu meinem Blog. Eines vorweg: Die Stadt Moers befindet sich erst durch die Versagung des Haushaltes durch den Landrat im Nothaushalt. Das Schreiben ist Mitte September bei der Stadt Moers eingegangen. Der Vertrag beziehungsweise die Planungen zum Sportzentrum Rheinkamp sind nicht neu. Es ist zwar richtig, dass Gewinnausschüttungen der ENNI für die Finanzierung sorgen sollen. Allerdings sind die sbb – Sport- und Bäderbetriebe Moers GmbH und nicht die Stadt Moers als Kernverwaltung für den Bau des neuen Sportzentrums zuständig. Alle Maßnahmen, die der Rat beschließen bzw. der Landrat verfügen könnte, betreffen nur den städtischen Haushalt und nicht die Töchterunternehmen.

  3. gestriger schreibt am 29. September 2010 um 21:26

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
    bedanke mich für Ihre Antwort. Möchte darauf hinweisen, dass ich nicht geschrieben habe, dass sich Moers im Nothaushalt befindet, Geschrieben habe ich, dass sich die Stadt Moers seit Januar 2010 in der Haushaltsnotlage befindet. Kann man auch ergänzen nach § 82 der GO NRW oder auch umschreiben mit, im Nothaushaltsrecht nach § 82 GO NRW.
    Mit der Umleitung des ENNI-Zuschusses aus dem Kernhaushalt an 100%-Tochter der Stadt sbb GmbH (oder schon ENNI auch dabei) stellt die Frage, ob diese Umleitung nicht ein Verstoß gegen die Regeln der vorläufigen Haushaltsführung und gegen das höchstwahrscheinlich greifende Nothaushaltsrecht ist. Hier werden Millionen in eine sonst nicht lebensfähige Zwecksausgründung umgeleitet. Von Bedeutung ist auch, dass die Zwecksausgründungen der Stadt beim Nothaushalt zur Haushaltskonsolidierung herangezogen werden müssen. Das bedeutet, dass dieser ENNI-Zuschuß nicht der Zwecksausgründung zusteht, sondern in den Kernhaushalt eingehen muss. Nicht zu verkennen ist daher, dass die Genehmigungsbehörde im Rahmen der Investitionsvorhaben über den Badneubau in Kenntnis gesetzt werden muss, weil es hier um eine Geldumleitung vorbei an dem zu konsolidierendem Kernhaushalt zu Gunsten anderer handelt.

  4. gestriger schreibt am 1. Oktober 2010 um 18:30

    Sehr geehrter Her Bürgermeister,
    denkbar wäre, dass ich keine Frage gestellt habe. Ergänze daher meinen letztstehenden Kommentar mit der folgenden Frage:
    Sind Sie auch der Auffassung, dass die Genehmigungsbehörde im Rahmen der Investitionsvorhaben über den Badneubau in Kenntnis gesetzt werden muss, weil es hier um eine Geldumleitung vorbei an dem zu konsolidierenden Kernhaushalt zu Gunsten anderer handelt?

  5. Norbert Ballhaus schreibt am 5. Oktober 2010 um 12:30

    Sehr geehrter Gestriger,

    die Antwort lautet „Nein“!

  6. Zukünftiger schreibt am 9. Oktober 2010 um 20:20

    Sehr geehrter Bürgermeister Ballhaus!
    Es gibt doch in und um Moers herum genügend Äcker auf denen Grozer seine Halle hätte hinsetzen können.
    Schade, Schade ,Schade!
    Ich versteh das nicht- Schließlich geht es nur um eine Sporthalle und nicht um ein Atomkraftwerk. !
    Und Arbeitsplätze + Steuern häts auch noch gebracht!

  7. gestriger schreibt am 13. Oktober 2010 um 14:55

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
    bedanke mich für Ihr klares „Nein!“.
    Mit freundlichem Gruß Gestriger

  8. Erottlift schreibt am 12. Februar 2012 um 15:52

    I live in a suburban community in the United States where nothing really is available. Swift-post.com has been my partner for more than two years to answer to my shopping needs – James Fasano

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