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Der Haushalt der Stadt Moers ist Ihr Haushalt!

Es geht um Ihre Straßen, Ihre Schulen, Ihre Kitas, Ihre Jugendzentren, Ihr Schlosstheater, Ihren Fußballplatz, Ihre Spielplätze, Ihr Bad, Ihre Turnhalle, Ihre Gebühren. Diese Liste könnte ich jetzt noch lange fortsetzen. Fakt ist: Was der Rat der Stadt demnächst beschließt, könnte Sie direkt betreffen. Unser Haushalt ist nämlich Ihr Haushalt! Und deshalb interessiert mich Ihre Meinung. Das ist nicht nur reines Interesse, sondern ich möchte versuchen, Ihre Vorschläge zu unseren Vorschlägen zu machen. Zumindest will ich Ihre Anregungen beantworten, Ihnen erklären, was geht und was nicht geht.

Zum Hintergrund: Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise, durch Gesetze der Bundesregierung und der Landesregierung und durch die Kreisumlage ist der Haushalt der Stadt Moers in eine kritische Situation gekommen. Die Einnahmen reichen nicht mehr aus, die Ausgaben zu decken. Dabei waren wir bis vor zwei Jahren sogar noch zuversichtlich, bald Schulden tilgen zu können. Wir müssen also sparen und alles überprüfen, damit wir in Zukunft wieder einen ausgeglichenen Haushalt bekommen.

Am 10. Februar wird der Kämmerer in der Ratssitzung seine Vorstellungen möglicher Einsparungen darlegen. Die Verwaltung hat Vorschläge vorbereitet, die vielleicht nicht jedem gefallen werden. Danach wird die Politik beraten, welchen Maßnahmen sie folgen wird, oder ob es andere Ansätze gibt. Es ist also der richtige Zeitpunkt für die Bürgerinnen und Bürger, an diesem Konzept mitzuwirken. Da wir ja mittlerweile über vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten zum Beispiel über unsere Homepage verfügen, wollen wir Sie hier befragen und einbinden. Schließlich sind Sie nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Experten. Deshalb bitte ich um Ihre Mitarbeit!

Was halten Sie für richtig? Was ist notwendig? Welche Sparvorschläge haben Sie? Wo dürfen wir auf gar keinen Fall den Rotstift ansetzen?

Ich werde versuchen, möglichst schnell Antworten auf ernstgemeinte Vorschläge zu geben.


geschrieben am Donnerstag, den 4. Februar 2010 um 13:38 Uhr von Norbert Ballhaus

Kategorien: Stadt und Rathaus
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76 Kommentare

  1. Familie M.# 1

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 09:52

    Ihre Flucht nach vorne finde ich richtig gut! Klar sollte mittlerweile jedem sein, dass bei der Haushaltslage der Stadt Moers nicht die Prestigeprojekte und Wahlkampfversprechen eingelöste werden können, sondern sachlich nach Aktenlage entschieden werden muss. Nichtsdestotrotz hier unsere (Familie mit 2 Kindern) Wunschliste.
    1. Hallen- und Freibad (Kein pompöser Spaßtempel)
    2. Bibliothek
    3. Breitensport-Sportanlagen

    Verzichten können wir auf:
    1. Eishalle
    2. Stadttheater
    3. Aufwendige KÖ-Umgestaltung

  2. Familie L.# 2

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 10:25

    Auch wir sind eine Familie mit 2 Kindern/Jugendlichen. Wir sehen eine vernünftige Sporthalle die sowohl für den Breitensport als auch für Großveranstaltungen nutzbar ist als sinnvoll + wichtig, da zukunftsträchtig ,an. Ebenso eine Badeanstalt als Ersatz für das Sportzentrum Rheinkamp und auch die Bibliothek. Wir können uns der Familie M. voll anschließen. Verzichten: 1. Jazz-Festival, 2. Stadttheater

  3. Claus Peter Küster# 3

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 14:05

    Mit dem Sparen fangen wir dann mal bei uns, der Politik, an.

    1. Politische Geschenke nach der Kommunalwahl 2009 sind zunächst wieder zurück zu geben:
    a. Entfall der Position des 3. Bürgermeisters und
    b. Entfall der zusätzlichen Sitze für die Ampelpartner in den Ausschüssen.

    2. Darüber hinaus Zusammenlegung und Wegfall von Ausschüssen und Beiräten:
    a. Feuerwehrausschuss und Hauptausschuss
    b. Ausschuss für Beteiligungen und der Bau- und Grundstücksausschuss werden zum Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus zusammengelegt
    c. Anpassung der Ausschussstruktur an den Verwaltungsreformprozess
    d. Verkleinerung der Ausschüsse bis zur Mindestanzahl, damit alle Fraktionen vertreten sind
    c. Abschaffung aller Beiräte in den Gesellschaften der Stadt Moers

    3. Kürzung der Fraktionszuwendungen um 10%

    4. Schnelle Einführung des von der FBG-Fraktion beantragten Ratsinformationssystems

    Claus Peter Küster
    Vors. FBG-Fraktion

  4. Familie Gilles# 4

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 14:08

    Ihren Aufruf finden wir toll…!!!
    Auch wir sind eine Familie mit 2 Kindern (7 und 11J ), schließen uns aber nicht ganz der Meinung der ersten Familien an! Hier unsere Meinung
    Wichtig: Sportanlagen
    Schwimmbad/ Freibad
    und unbedingt die Eishalle!!!!! … Sporttreibende Kinder/ Erwachsene = gesunde und nicht übergewichtige
    Moerser!!!

    weniger Wichtig: Die von der Stadt bezahlten Betreuungsplätze, obwohl die Eltern zuhause sind!!!
    Stadttheater und der aufwendige KÖ- Umbau

  5. Bernd Dudeck# 5

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 14:20

    Ich finde ,wir brauchen in Moers kein Kö-Umbau mit Einkaufszentrum.Die Altstadt ist schön ,und man sollte versuchen Geschäfte zu erhalten bzw.neue Geschäfte zu eröffnen(z.B. Kaffee mit Sitzgelegenheiten Draußen usw.).
    Auch sollte man das Jazzfastival nur noch alle zwei bis drei Jahre durchführen.Sport ist wichtig,deshalb sollte man über-legen,eine Mehrzweckhalle zu bauen,wo auch Veranstalltungen stattfinden können,und so auch Geld in die Kasse bringen.Auch sollte die Stadt ihre Gebäude regelmäßig warten oder instand halten,damit Folgekosten(siehe altes Rathaus)nicht so hoch sind.Projekte müssen auch nicht von heute auf morgen fertiggestellt sein,vieles braucht auch seine Zeit.

  6. Petra Leciejewski# 6

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 14:49

    Ich finde ganz wichtig, dass Schloßtheater und Jazzfestival weiter bestehen dürfen. OK, ich habe keine Kinder, aber die Kinder der ersten Schreiber werden ja auch irgendwann groß, und dann brauchen sie sowas! Ich fänd es schön, wenn es in Moers wieder ein Hallenbad geben würde, Rheinkamp war doch nicht schlecht. Außerdem muss etwas für Radfahrer getan werden, sie sollten quasi Priorität vor den Autos haben, genau wie die Fußgänger, und der Kastellplatz sollte Parkplatz bleiben.

  7. M.Monning# 7

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 15:09

    Sehr geehrter Herr Ballhaus,

    Ich habe Ihnen schon einmal geschrieben, um Einsparungen in dem kompletten Fuhrpark der Stadt Moers, eine Einsparung bis zu 15 % zu erreichen. Leider habe ich keine Zahlen und Anhaltspunkte um Ihnen diese Einsparung zu errechnen (Kosten/Nutzen) Mit unserer Lösung haben wir im Jahr 2008 das Wirtschaftsministerium NRW (Frau Thoben, Frau Kittel) schon einmal Informiert. Leider konnte uns das Ministerium keine große Hilfe leisten auf Gtund des Wettbewerbsvorteil. Wir bekommen regelmäßig Adressen und Informationen von Firmen und Institutionen, die als zukünftige Anwender möglich sind. Wir sind bereit mit Ihnen und Ihrem Fuhrpark einen Test der Einsparung durchzuführen. Dieser Test könnte ca. 2 Monate in Anspruch nehmen. Wenn dann das Ergebnis für Sie zufriedenstellend ist, liegt zwischen einer geschäftlichen Beziehung nichts mehr im Weg.

    Mit freundlichen Grüßen
    M.Monning

  8. Norbert Ballhaus# 8

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 15:26

    Liebe User,

    nur ein kleiner Zwischeneinwurf. Vielen Dank für die ersten Anregungen. Ich sammle sie in den nächsten Tagen, werde sie dem Rat am Mittwoch überreichen und beantworte sukzessive die offenen Fragen.

    Ihr
    Norbert Ballhaus

  9. Stefano Heitmann# 9

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 15:51

    Sehr geehrter Herr Ballhaus,
    im Rahmen der allg. angespannten Haushaltslage ist es meiner Meinung wichtig nicht in einen Investitions-Stop zu verfallen. Die bereits geplante und vorliegenden Umgestalltungspläne für den Königlichen Hof sind gut und wichtig. Durch die erhöhte Atracktivität wird unsere Stadt aufgewertet und Käufer aus anderen Städten angelockt. Das bringt Geld in die Innenstadt und auch ihren Haushalt. Es ist meiner Meinung nach aber nicht angebracht erneut teure Pläne in AUftrag zu bringen um die bereits teuer erstellten Pläne erneut zu ändern. Die Pläne der FDP finde ich in der momentanen finanziellen Situation als geradezu unmoralisch. Einsparpotential sehe ich dagegen ebenfalls in einer etwas Kostengünstigeren städtischen Lösung im Bereich der Hallenbad-Eishallen Situation. Hier wäre eine Lösung in privater Hand siecherlich auf lange Sicht die bessere. Wichtig empfinde ich die Aufwertung des Innenstadt-Bereiches. Eine Einkaufsstraße (Altsstadt) die in Ihrer Angebotsvielfalt an den großen Einkaufzentren Anknüpfen könnte wäre u. U. ein Anziehungsmagnet. Die großen Einkaufzentren haben ein großes Manko, Sie haben nicht das gemütliche Flair, dass eine historische Altstadt bieten kann. Würde man die geplanten kleineren Einkaufszentren kombinieren mit einer gezielten Angebotsaufwertung der Altstadt-Geschäft könnte die Stadt Moers erneut wieder als eine der schönsten Einkaufsstädte am Niederrhein werden. Dies würde sicherlich viele Touristen und Einkäufer auch wieder aus dem Niederländischen Bereich zu uns locken. Investieren in Bereichen die Einkaufskraft und Geld zu uns locken sind momentan vorrangig.
    Der Abbau von Personal in der Verwaltung scheint mir jedoch, wie teilweise gefordert eher ein populistischer Aufruf zu sein, dieser würde nur zu noch längeren Bearbeitungszeiten und nochmehr unzufriedenheit bei den Bürgern führen. Fraglich ist jedoch hier ob ein weiterer Vertreter im Bürgermeisteramt (hier Otto Laakmann) und die damit verbundenen Kosten tatsächlich nötig war?

    Mit freundlichem Gruß
    Stefano Heitmann

  10. Bernd S.# 10

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 16:34

    Mit der Erhöhung der Schaustellergebühren haben Sie schon einen guten Schritt in die richtige Richtung getan. Bei leeren Kassen muss bei jeder Veranstaltung am Ende zumindest eine schwarze 0 stehen. Spontan fallen mir Events wie der Moerser Herbst, Trödelmarkt, verkaufsoffener Sonntag oder der Weihnachtsmarkt ein. Wie viel Miese machen wir eigentlich nächste Woche beim Karneval???

  11. Hammerschmidt, Andreas# 11

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 16:41

    Ich denke, der Faktor Freizeit kommt immer kürzer. Hier in Moers werden einem die Freizeitmöglichkeiten genommen und es kommen keine neuen hinzu. Kultur ist schön und gut, aber Moers ist eine “kleine Großstadt” und es gibt nicht einmal mehr ein aktzeptables Hallenbad. Wenn die Eishalle auch noch geschlossen werden sollte, hat Moers fast nichts mehr, was es früher ausgezeichnet hat. Ich habe hier gern gelebt, weil es hier nicht so unbequem wie in einer Großstadt ist, man jedoch trotzdem fast alle Möglichkeiten hatte, seine Zeit sinnvoll zu nutzen. Aber die momentane Situation stimmt mich unglücklich. Es kommt nichts neues, worauf man sich freuen kann.

    Einsparungen könnte man machen, indem man einmal genau kontrolliert, ob die ganzen Gelder, die in Jugendhilfsorganisationen wie “SCI” investiert werden, auch sinnvoll genutzt werden. Die Vorgänge und die Verwaltungsarbeit in dieser Organisation sollten einmal genauer unter die Lupe genommen werden. Schaden kann es jedenfalls nicht.

  12. Christoph Reiffert# 12

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 16:46

    Kürzungen bei der Kultur (also z.B. Theater, Moers-Festival) fände ich extrem bedauerlich und kontraproduktiv. Gerade deren Veranstaltungen locken doch auch Besucher in die Stadt! Und sorgen für ein positives Bild von Moers. Außerdem ist ei besuch des Theaters immer noch eher zu bezahlen als z.B. ein Urlaub – gerade jetzt, wenn so manche/rweniger Geld hat, ist bezahlbare Kultur wichtig, damit eine aktive Freizeitbestaltung weiter möglich ist!

  13. Hammerschmidt, Andreas# 13

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 16:48

    Einen Vorschlag möchte ich noch hinzufügen. Das Jazzfestival…so viele Besucher und Camper. Doch wie viele interessieren sich wirklich für die Musik und die Verkaufsstände und wie viele machen nur Müll Müll und Müll, woraus enorme Kosten für die Stadt entstehen. Sinnvoll wäre es, bei all denen, die keine Eintrittskarte für das Musikzelt gekauft haben, eine Zeltplatzgebühr zu erheben. Jeder Camper sollte auch dazu verpflichtet werden seinen Zeltplatz sauber zu verlassen.

  14. Siggi# 14

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 17:19

    Ich finde auch, dass das Verursacherprinzip viel häufiger Anwendung finden sollte. Einiges würde sich ruck zuck von selbst erledigen. Bsp. Eishalle: Wenn 300 Familien in Moers eine Eishalle haben wollen, dann müssen diese die Kosten dafür übernehmen. Gleiches gilt auch für die 47 Theaterfans unsere Stadt ;-) Wir leben nun mal in einer Demokratie in der die Mehrheit entscheidet und wenn diese lieber ein intaktes Straßennetz o. ä. haben möchte ist dies von der Minderheit zu akzeptieren.

  15. Oeko# 15

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 17:54

    Schaltet die Straßenbeleuchtung zwischen 22:00 und 6:00 Uhr ab. Ebenso kann man die bewährte Nachtschaltung der Ampeln etablieren.
    Spart Geld und nutzt der Umwelt.

    ( ggf. sponsort man der hiesigen Polizei ein paar Nachtsichgeräte, auch wenn eigentlich das Land zuständig ist. )

  16. werner klenke# 16

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 17:55

    Lieber Herr Bürgermeister,
    nett, dass Sie uns fragen! Aber haben sie uns vor dem Neubau des Rathauses auch gefragt? Jetzt auf die Bürger zuzugehen, nachdem sie selbst einen großen Schluck aus der Pulle genommen haben, macht einen sehr fadenscheinigen Eindruck. Und hier auf ihrem Blog eine Neid-Debatte zu entfachen, “Eissporthalle gegen Straßenbau”, “Schwimmbad gegen Theater” usw. scheint mir auch nicht der richtige Weg zu klugen, abgewägten Entscheidungen zu kommen. Und wenn ich hier so einige Einträge lese, in denen die persönliche Befindlichkeit über alles geht …. wird mir ganz anders.
    Den Bürgerwillen abzufragen ist ja ganz schön. Aber vergessen sie nicht: Wenn Dieter Bolen in Moers als Bürgermeister kandidiert hätte, müssten sie sich heute nach einem anderen Job umschauen.

  17. Befragter Bürger# 17

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 18:49

    Natürlich müssen erst die Wahlgeschenke einkassiert werden. Das war quatsch. Obwohl man wußte, daß die Schulden kommen, hat man sich bedient. Sportmöglichkeiten für Schulen, Vereine und Familien müssen bleiben. Aber was verdienen eigentlich die ganzen Geschäftsführer und Vorstände der ganzen Gesellschaften? Die werden ja immer mehr!

  18. Peter M.# 18

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 19:09

    Leute man kann nur sparen, wo einfach Kosten zu reduzieren sind.

    Am ehesten verzichten kann man meines Erachtens auf das Jazz Festival, da es viel kostet und von den Moerser Bürgern nicht angenommen wird.

    Das zweite ist die Umwandlung des Theaters. Anstatt eigene Inzenierungen kann man diese besser preiswert einkaufen.

    Moers ist keine Großstadt. Wer will kann Kultur in Krefeld oder Duisburg genießen. Sich dafür zu verschulden ist wirtschaftlicher Wahnsinn.

    Kennt jemand die Schulden der Stadt?

  19. M. Slopianka# 19

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 19:57

    Zunächst möchte ich Herrn Ballhaus zu der Idee beglückwünschen, dass er die Bürger von Moers einbezieht, wenn es darum geht, Einsparungsmöglichkeiten zu finden. Dies ist die Art von Bürgernähe, die man sich als Bürger der Stadt wünscht.
    Es geht in Zukunft darum, dass dem Moerser Bürger das geboten wird, wozu er ein Anrecht hat, dazu gehören u. a. Schwimmbäder, die Sanierung von Schulen und Sporthallen, ein intaktes Straßennetz uvm. Es ist schwer nachzuvollziehen, dass dies alles durch fehlende Gelder in Frage gestellt wird und gleichzeitig das Jazz-Festival mit einem sehr hohen Betrag gefördert wird. Wohl bemerkt – dies für eine geringe Anzahl von Musikinteressenten, wobei die allerwenigsten aus Moers kommen. Wie sagte schon Herr Ballhaus in einer seiner Eröffnungsreden zum Jazz-Festival: “hier riecht es immer so seltsam”. Ich denke, auf eine Veranstaltung dieser Art kann man gut und gerne verzichten. Es wird immer dargestellt, dass dieses Festival ein Aushängeschild für Moers darstellt, ist dies denn wirklich so oder ist es nicht eher eine Begründung gegenüber dem Bürger, um den hohen Zuschussbetrag zu rechtfertigen?
    Also, meine Damen und Herren Ratsmitglieder, verzichten Sie auf die finanzielle Unterstützung des Jazz-Festivals und lassen Sie die eingesparten Gelder Einrichtungen zukommen, die letztendlich dem Moerser Bürger zugute kommen.

  20. Sponsor# 20

    Kommentar vom 5. Februar 2010 um 20:52

    Hallo,

    schade das jetzt erst gefragt wird…
    Auch wir haben 2 Kinder, hier unsere Vorschläge:
    - Abschalten der Strassenbeleuchtung ab 22 Uhr, da wo es möglich ist.
    - Verdoppelung des Jahresbeitrags der Bibliothek. Klingt erstmal sehr unschön, allerdings leihen wir so viele Bücher aus das auch eine Verdoppelung nicht wirklich weh tun würde. (Aber bitte nicht die Gebühren bei verspäteter Abgabe erhöhen…)
    - Umgestaltung KÖ kann warten.
    - Eishalle… abreissen und vielleicht eine Nummer kleiner bauen? Oder gibt es hier Eishockeyspiele die eine festgelegte Spielfläche benötigen?
    - Hallenbad muß sein! Aber vielleicht in Kooperation mit einer privaten Schwimmschule oder Schwimmvereinen errichten?
    - Freizeitspaßbad muß nicht sein. Es gibt schon genügend davon in DU, OB usw.
    - Hundesteuer (wir haben selber einen Hund) kann auch erhöht werden. Wer einen Hund versorgen will kann auch eine gewisse Erhöhung vertragen, vielleicht so 3-5 Euro/mtl. maximal.
    - Elternbeiträge für Kindergarten oder Ogata sind schon hoch genug, da bitte nichts dran drehen.
    - Freiluftballonfestival/Jazzfestival usw. vielleicht nur noch alle 2 Jahre im Wechsel? Eintrittsgeld für die Veranstaltungen nehmen?
    - Strassen müssen repariert/saniert werden, aber dann bitte Fußgänger/Radwege bevorzugt ausbauen.

  21. black Panther# 21

    Kommentar vom 6. Februar 2010 um 16:02

    “Man kann ja auch keine Partys feiern und in Urlaub fahren, wenn man kein Geld hat. Wenn man dafür Schulden aufnehmen würde, wäre das ein schlechter Kredit”, so der Stadtkämmerer in Duisburg laut der Westen. Wenn also jemand für sein persönliches Vergnügen ein Moers Festival haben will, sollen sie privat dafür zahlen. Sonst weg damit, denn mit 700.000 EUR lässt sich ganz viel in Moers für die Büger realisieren. Ein viel größere Stadt wie Oberhausen gibt angeblich nur 8 Mio. für freiwillige Leistungen aus!

    Da kann man auch noch anderes vorschlagen:

    - Ausschalten der Straßenbeleuchtung ab 22 Uhr auf Nebenstraßen.

    - Erhöhung der Hundesteuer.

    - Kostenlosen Eintritt in das Schlossmuseum, spart das Kassenpersonal ein

    - Den Gras im Park weniger oft schneiden (z.B. nur ein- oder zweimal im Jahr).

    - Nicht schöne sondern pflegeleichte Bäume pflanzen.

    - den geplanten Musenhof in eine pflegeleichte Grüfläche umwandeln. Wir müssen keine kostenlose Betreuung für Kinder anbieten. Müssen die Kaufleute finanzieren.

    - Oft gehört, triftt aber auch in Moers zu, Temperatur in den Bädern um zwei Grad senken.

    - Dienstwagen abschaffen, passen nicht in einer Zeit des Sparens.

    - Wie in Essen die Gehälter der Führungskräfte in den ausgegliederten Gesellschaften öffentlich machen. Dies gilt auch für die Kulturschaffenden!

  22. Joachim Scharenberg# 22

    Kommentar vom 6. Februar 2010 um 18:43

    Im Bereich der Straßenbeleuchtung sind erhebliche Einsparungen möglich, da viele Straßen in Moers noch mit alten Leuchten und Quecksilberdampf-Hochdrucklampen beleuchtet werden. Nach einer EU-Verordnung müssen bis Mitte April 2015 Effizienzanforderungen erfüllt werden, die so streng sind, dass diese Lampen dann nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen.
    Durch den Austausch der veralteten Leuchten gegen moderne Leuchten mit Spiegeloptik und energiesparenden Natriumdampf-Hochdrucklampen lassen sich im Schnitt ca. 50% der Stromkosten einsparen. Die Amortisationszeit liegt je nach Wattage zwischen 3 und 5 Jahren. Evtl. können Fördermittel des Bundesumweltamtes in Anspruch genommen werden. Bei Einsatz von 4-Jahres-Lampen, die nur unwesentlich teurer als normale Lampen sind, können die bisherigen Wartungsintervalle deutlich verlängert werden.

  23. S.# 23

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 10:10

    Sehr geehrter Herr Ballhaus,

    ich finde es toll, dass Sie Bürgerinnen und Bürger nach Sparvorschlägen fragen und um Tipps bittet. So finde ich es richtig, wenn Bürgermeister und die Bürger zusammenarbeiten.

    In Sache Straßenbeleuchtung, konnte man doch auf Solar-Energie umsteigen. Das spart erhebliche Stromkosten.
    Dann zu den Ampeln, in Repelen Lintforter Straße Ecke Jungpornpark und Hoher Weg, sind die wenigsten Ampeln, die auf LED-Leuchten umgerüstet sind. Warum nicht in ganz Moers?

    Auf die Neugestaltung des Königlichen Hofes, kann ich verzichten. Es sollten mal lieber wieder ein Hallenbad errichtet werden, aber nicht nur für Vereine und Schulen, sondern für alle. Wenn ich schwimmen möchte, habe ich keine Lust zur Solimare zu fahren, weil ich die Busverbindung ein wenig problematisch finde und es gefällt mir gar nicht.

    Ein Erlebnissbad, das Hallenbad in Reihnkamp reichte doch aus. Muss ja nichts spezielles sein.

    Zum Weihnachtsmarkt, auf die Eisfläche verzichten. Zu Beginn der ersten Woche, war es von den wetterlichen Verhältnisse zu warm und unnötige Energiekosten sind verschwendet worden. Wie Medien davor warnten, dass wir uns mitten in einer Klimaerwärmung befänden, konnte es mit der Eisfläche schwieriger werden, mithilfe der Energie kalt zu halten.

    Auch in der Stadtverwaltung selber, Strom sparen. Wenn Mitarbeiter nach Hause gehen, wird gerne vergessen die Bildschrime, Rechenmaschine oder sonstiges auszumachen. Wie wärs mit Einsatz von Stand-By-Steckdosen?

    Wie bereits erwähnt, das Jazz-Festival, könnte mal alle zwei Jahre stattfinden.

    Mehr fällt mir nichts ein.

    Mit freundlichen Grüßen
    S. Schiller

  24. Fam. Le# 24

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 11:12

    Auf das Jazz-Festival komplett verzichten. Der schlechte Einfluss der von diesem “Fest” ausgeht ist unserer Meinung nach unbeschreiblich.
    Umbau des Kö´s braucht keiner.

    Anregen würden wir den Weihnachtmarkt in den Schlosspark zu verlegen,dann aber mit Eintritt. Würde auch gleichzeitig die Parkplatzsituation in der Weihnachtszeit entspannen.
    Ein vernünftiges Freizeitbad mit Sauna.

  25. Jörg Biefang# 25

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 13:09

    Guten Tag Hr. Bürgermeister,
    liebe Leser,

    - vielleicht sollte man das Sparen etwas spielerischer angehen. Ein Stadtwettbewerb mit Auszeichnung des effizientesten Sparvorschlag. So könnten Bürger zu mehr kreativität motiviert werdden und Geld bleibt in den Kassen.

    - es geht nur mit reduzierung bei den freiwilligen Ausgaben.

    - wie oft genannt (Beleuchtungen ausschalten wenn nicht nötig, z.B. Ampeln und Laternen)

    - Erhöhung Bibliotheksgebühren (nicht für Moerspassinhaber)
    aber für die, die es sich leisten können.

    - Stadt leiht sich Geld von Moesern Bürgern (Komunalanleihen)
    (siehe Quickborn oder Celle) Spart Zinsen für Bankkredite. Verwaltet könnte das eine Moerser Tochter (ENNI?) oder ggf. Sparkasse Niederrhein…

    - Freiwilligkeit fördern. (Kann das Klassenzimmer im Projekt gestrichen werden und ggf. sogar finanziert so das Teile des gesparten Geld geht direkt in die Schule gehen?

    - moderate Erhöhung der Parkgebühren.

    - effizientere Nutzung der Geschwindigkeitsmessanlage

    - Parkgebührenerhöhung

    - Zusammenlegen von Verwaltungsbereichen der Wir4Städteggemeinschaft. (z.B. ein ZGM für 4 Städte…)

    - Verkauf von Anteilen der Moser Wohnbau an regionale Tochter

    - Überprüfung der Dienstleistungsverträgen der Stadt und ggf. nachverhandlungen bei Versicherungen und Dienstleistern. (oft laufen solche Verträge ungeprüft und teuer Jahr für Jahr)

    - Hundesteuererhöhung ist auch gut.

    - keine Eishalle

    - Anwohnerparkausweisgebühren erhöhen.

    Lieben Gruß
    jörg biefang

  26. Jörg Biefang# 26

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 13:11

    Part 2:

    - Grundsteuer prüfen

    - Gewerbesteuersatz prüfen

    - Einführung eines Gewerbemarketings. Die Stadt Moers braucht so was wie Sonderkundenbetreuer, die sich aktiv um die Ansiedlung von Gewerbe kümmern. Diese Betreuen und begleiten. (Gewerbe in Moers anzusiedeln soll einfach sein, das spricht sich rum) Genehmigungen sollen kein Thema mehr für Geschäftsleute sein. Diese werden Moers als Innovativ und weniger bürokratisch empfinden und die Dienstleistung ggf. auch gut bezahlen.

    - Einführung von Verbesserungsvorschlägen in der Verwaltung mit monetärer Entlohnung bei effizienten Sparvorschlägen.

    - Verkauf von Grundstücken prüfen

    - Erhöhung von Vergnügungssteuersätzen speziell Automatenspiel

    - Gebühren für VHS und Musikschule prüfen

    - Eintrittspreise Schloss Moers prüfen

    - Verantwortung auf Vereine übertragen

    Wichtig ist, dass Moers auch mal nach links und rechts schaut. Städte die erfolgreich Ihre Finanzen in den Griff bekommen haben, waren allesamt innovativ und mutig…solange wird das nicht annehmen werden wir in grauen Masse der Städte nur einen kleinen Platz einnehmen.

  27. Ulrich Prinz# 27

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 13:47

    Herzzweitallerliebster Bürgermeister,

    nimms mit den Kritiken nicht so schwer. Was Du machst, machst Du für den Einen oder Anderen so immer falsch.
    Trotzdem in Ordnung wenn Du unsere Mitbürger nach ihren
    Meinungen fragst und auf diese eingehst.
    Meine Prioritätenliste:
    1. Rathhausalle (Bärbels Wunsch)- wird bearbeitet,
    2. Schwimmbad in Rheinkamp – auch für die Öffentlichkeit
    ohne viel Schnick Schnack, aber mit kleiner Gastronomie,
    3. Solimare 2.0 zusätzlich verwirklichen unter Einbeziehung
    des Naturfreibades und einer funktionalen Eissportanlage,
    4. Museum für Brauchtum – Karneval, Bergbau und Schützen, einrichten,
    5. Abriß des STM damit der Blick auf das Schloss vom Kastellplatz für Besucher frei wird bei Umlagerung des STM
    in entsprechende Räumlichkeiten (z.B. alte VHS)
    6. Umgestaltung des Kastelplatzes zu einer Besucheroase,

    Es geht hierbei nicht um Prestigeprojekte, sondern um den Erhalt und Ausbau von Kultur und Lebensqualität auch in
    wirtschaftlich schlechten Zeiten. Die sind bekanntlich immer schlecht.
    Finanzierungen über PPP prüfen. Bin zwar kein Freund davon, würde aber bei der Realisierung dieser Projekte einer PPP zustimmen.
    Ulrich Prinz

  28. Marcel Pyka# 28

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 15:11

    Schloßtheater und Jazzfestival finanziel nicht weiter unterstützen? Gehts noch?

    Das Jazzfestival ist unter den Jugendlichen so ziemlich eines der Großevents jedes Jahr, dass uns nach Moers lockt.
    Verkörpert ja aber auch multikulturelle Toleranz, wer will das schon wenn ich meine tolle Eishalle habe, wohey. (Brauch man ja auch HUNDERTPROZENTIG!)

    Und das Theater nicht mehr unterstützen finde ich auch lustig. Zuerst beschweren sich alle, wir Jugendlichen seinen kulturell ungebildet und dann auch noch die Theater dichtmachen wollen. Sicher, dann werden wir auch viel kultureller mit Bildzeitung und RTL2 aufwachsen, wo wir Titten und sinnloses Getratsche en masse kriegen und brauchen nicht mehr so viel anstrengendes und bildendes Zeugs wie Goethe, Musil und Konsorten.

    Wenn ihr was konstruktives machen wollt, dann überredet die Schulen öfter mal Ausflüge ins Theater zu machen. Das sowieso schon geringe Eintrittsgeld kann man sich ja wohl leisten und die Kinder würden endlich mal merken, dass auch alte Werke heute durchaus noch Relevanz haben.

    Sport kann ich auch so machen, da brauch man nicht unbedingt eine Eishalle für.

  29. Mira Nagy# 29

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 15:24

    Ich bin perplex, wie gering viele hier unser Schlosstheater wertschätzen.
    Als Jugendliche empfinde ich es als festen Bestandteil der Stadt Moers. Ich möchte es mir hier nur ungern ohne all die Projekte und Initiativen des Schlosstheaters vorstellen. Es ist genau das Stück Kultur/ Bildung das unsere Stadt prägt und auszeichnet.
    Schleißlich ist unser Theater auch nicht mit anderen zu vergleichen, gerade weil keine Aufführungen eingekauft werden!

  30. Moerser Bürgerin# 30

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 16:29

    Hallo Herr Ballhaus,

    wo nicht gespart werden sollte bzw. was nicht komplett zur Disposition stehen darf?
    Das Schloßtheater. Der Vorschlag Stücke einzukaufen ist keine Alternative. Ich bin in einer Stadt aufgewachsen, in der es lediglich Tourneetheater gab. Das ist eine ganz andere Sparte und diese wird hier in der Umgebung bereits ausreichend bedient (Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn). Aber das eigene Ensemble, das kontinuierliche Arbeit über die Spielzeiten hinweg leistet, ist damit gar nicht zu vergleichen. Die Arbeit des Schloßtheaters besteht ja nicht nur in den Aufführungen, sondern auch in der Zuschauerbildung, der VHS, Jugendarbeit, dem Jugendtheaterclub, der Zusammenarbeit mit Schulen und der Hinführung junger Menschen an Texte und Sichtweisen, wie es kein anderes Medium so leisten kann. Die Moerser sollten Stolz sein auf ihr renommiertes Theater. Und dieses hegen und pflegen. Und vor allem regelmäßig besuchen und sich berühren lassen und sich mit den Aufführungen auseinandersetzen. Was natürlich nicht heißt, daß man nciht auch beim Theater immer wieder nach Einsparpotetial suchen soll, aber dieses eben nicht komplett in Frage stellen.

    Im übrigen: Wenn ich Leute aus anderen Städten oder Ländern kennenlerne und sage, ich wohne in Moers, was meinen Sie wohl, was die kennen? Das Jazz-Festival und das Schloßtheater. Ach ja, das Moerser Autobahnkreuz ist Ihnen auch noch ein Begriff…

  31. Jannis , Luna & Lorena# 31

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 16:36

    Wir schließen uns den Kommentaren der Jugendlichen über uns an. Wir selbst sind auch noch Schüler und finden es unverantwortlich, dass die Festivals so wie das Theater so wenig wertgeschätzt werden.

    Die Festivals sind die Höhepunkte des ganzen Jahres und es kommen nicht nur Leute aus Moers und Umgebung dort hin, sondern auch aus weiter Entfernung, aber man könnte auch dort mehr Geld einnehmen in dem man z.B. beim Jazz-Festival eine Zeltplatzgebühr von 2-3 € festlegt.

    Das Schlosstheater schafft nicht nur Arbeitsplätze , sondern auch Kultur, gebildete und politisch interessierte Menschen. Das Theater ist nicht nur das Schauspiel auf der Bühne, sondern es organisiert auch Aktionen und Veranstaltungen im Hintergrund, die aus Moers nicht wegzudenken sind.
    Z.B. Filmaktion ,,Gegen Rechtextremismus” , Penguin’s Days , Hotel Europa ( arbeit mit Flüchtlingen ) , Arbeit mit der Moerser Tafel und lenkte die Aufmerksamkeit auf Demenz-Kranke Menschen. Im großen und ganzen verbindet das Schlosstheater Moers Kunst mit sozialen Angagement.

    Hingegen halten wir den Umbau des KÖ’s für überflüssig, denn die Altstadt ist schön so wie sie ist und dies wird durch den Bau eines neumodischen Einkaufszentrums zerstört.

    Wir finden die Eishalle ist längst nicht mehr angesagt und würden sie gerne durch ein Freizeit- und Spaßbad , wie das alte Rheinkamper Hallenbad , ersetzen.

    Wir hoffen wir konnnten helfen ,
    im Auftrag der moerser Jugend. ♥

  32. Mirjam Schmuck# 32

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 16:55

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Blogger,

    wenn man die Beiträge in diesem Forum verfolgt, wird einem ganz bang, was aber kaum überrascht, da der Vorgang hier ja selbst bereits mehr als irritiert: Diese Art von angeblicher Mediendemokratie ist tatsächlich eine populistische Variante der Meinungsbildung, bei der die Politik sich unter Verweis auf die Stimmen des Volkes und der Bürger aus der Verantwortung zieht und ihre Aufgabe, Entscheidungen zu treffen und zu verantworten, auf fahrlässige Weise deligiert. Denn ein webblog ist kein Instrument einer demokratischen Meinungsbildung, sondern ein höchst zufälliges Medium der subjektiven Interessensbekundung – dagegen spricht noch nichts, denn als Diskussionsforum ist ein solcher Blog durchaus sinnvoll. Aber zu denken, ein Bürgermeister könnte die Bürger seiner Stadt auf diese Weise an politischen Entscheidungen teilhaben lassen, bedeutet, einer gefährlichen und abstrusen Illusion aufzusitzen. Und sollte ein Bürgermeister selbst der Meinung sein, sich auf diese Weise – d.h. mit ca. 30 Web-Einträgen in einer Großstadt mit über 100.000 Einwohnern (!) – ein Bild der Lage verschaffen zu können, so muss man ihm leider politische Naivität attestieren und dringend dazu raten, die Verantwortung für Entscheidungen nicht leichtfertig an Internetforen abzutreten.

    Aber zur Sache: Es herrscht derzeit in vielen Städten und Kommunen eine zum Teil auf beänstigendem Niveau geführte Debatte, die die strukturellen Fragen unseres Gemeinwesens in Miniaturgrabenkämpfe zu zersplittern droht: Soziales vs. Ökonomie, Kultur vs. Sport, Familie vs. Einzelinteressen, Masse vs. Elite etc. Was mit einer solchen Form der Oppositionierung einher geht, ist die Auflösung der Städte und Gemeinwesen als solche. Die finanzielle Situation in NRW ist desaströs, die Städte sind in der überwiegenden Mehrzahl ruiniert. Dieses strukturelle Problem zu lösen, bedeutet aber natürlich, eine Grundsatzfrage zu erörtern, die mit dem Verteilungssystem dieser Republik zu tun hat und zu der sich auch das Land und der Bund verhalten müssen. Was einer Bankrotterklärung der Städte jenseits ihres finanziellen Bankrotts gleichkäme, wäre die Schließung, Streichung und Zerstörung der sozialen Gefüge – wozu Kultur und Sport, Familie und Wirtschaft gehören. Daher ist die Lage komplex und keinesfalls durch eine “Wunschstrichliste” auch nur annähernd zu lösen – dies zu suggerieren, ist vielmehr ein äußerst unseriöses Unterfangen, das Zünden einer Nebelkerze gewissermaßen. Es ist gerade die Aufgabe aller politischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Kräfte, die Katastrophe der Finanzkrise – der allgemeinen wie der speziellen – in einer Gesamtverantwortung für die Situation der Städte in den Blick zu nehmen, um die Möglichkeiten eines urbanen Zusammenlebens weiterhin zu gewährleisten. Zudem muss man natülich wissen, dass es sich um strukturelle Defizite handelt, von denen hier die Rede ist, und die nicht einfach durch Sparlisten aufzufangen sind. Um es deutlich zu sagen: Auch wenn man das Moerser Jazzfestival abschaffen und das Schlosstheater schließen würde, könnte man nicht einmal ansatzweise das Finanzloch, das zur Debatte steht, stopfen. Und die Politik weiß das ebenso gut!

    Aber um noch konkreter, sprich lokaler zu werden: Die Stadt Moers genießt ihr Renommee insbesondere auf der Grundlage zweier nicht nur in der Stadt, sondern in der gesamten Region und darüber hinaus herausragender kultureller Einrichtungen. Eben das Schlosstheater und das Jazzfestival. Deutlicher als am Moerser Beispiel könnte man die Verarmung des städtischen Zusammenlebens nicht dokumentieren, wenn man sich vorstellen würde, diese Institutionen würden ersatzlos aus der Stadt eliminiert. Seit seiner Gründung in den 70er Jahren ist das Schlosstheater Moers ein Ort des politischen Engagements, der kritischen Selbstreflexion der Stadt und der sozialen Begegnung, das Jazzfestival ist in Europa und der Welt eine herausragende Adresse für avancierte Musik und Pilgersätte für viele tausend Besucher aus der ganzen Welt jedes Jahr. In einer Stadt, der es nun wirklich nicht an Weihnachtsmärkten, Kirmes und Unterhaltungsfesten mangelt – und das ist ja auch ok so -, diese beiden Institutionen in Frage zu stellen, zeugt von extremer Beschränkung des Blicks, die von einer Verwechslung von Kultur und Kunst mit Konsum und Kommerz zeugt. Dass wir aber in unserem neoliberalen Zeitalter noch mehr Kommerz bräuchten und die Kultur ruhig abdanken dürfe, das kann nur behaupten, wer die Basis für das Zusammenleben von Menschen in einer Stadt und dem, was dafür erforderlich ist, vollständig verkennt.

    Keine Einrichtung ist derart vernetzt in der Stadt wie das Schlosstheater, keine Einrichtung kooperiert mit so vielen Sozialverbänden und Initiativen. Projekte wie die vielfach ausgezeichnete Demenzkampagne, die Kampagne “Vorsicht: Armut” oder zuletzt das Hotel Europa-Projekt im alten Gefängnis in der Haagstraße machen die Arbeit des Schlosstheaters zu einem in der Stadt unersetzbaren Korrektiv für die Fragen unseres Zusammenlebens. Und keine Einrichtung jenseits der Schulen, Kindergärten und sicherlich der Sportvereine tut mehr für Kinder und Jugendliche und die kulturelle Bildung. Ein Kinder- und Jugentheaterfestival mit mehreren tausend Besuchern im Jahr, ein Weihnachtsmärchen mit fast eben so vielen Zuschauern, Kooperationen mit Schulen, eine höchst aktiv Theaterpädagogik, die für viele junge Leute bereits zur Anlaufstelle geworden ist – das sind nur einige der für die Stadt und ihre Zukunft lebensnotwendigen Aufgaben, die das Theater, auch für Familien, erfüllt.

    Diese Leistungen in Frage zu stellen und ggf. streichen zu wollen, greift härter in die Substanz der Stadt ein als die Schließung einer beliebigen Kulturinstitution für Bildungsbürger . Die intellektuelle und soziale Selbstvergewisserung einer Kommune hängt auch an ihren Kultur- und Bildungseinrichtungen – und das Schlosstheater, das weit in die Stadt hinein vernetzt ist, leistet diese notwendige Aufgabe seit vielen Jahren mit einem herausragenden Engagement.

    Und wo wir schon einmal dabei sind: Es wäre auch eine grundsätzliche Debatte wert, was in einer Stadt eigentlich als freiwillige und was als notwendige Leistungen bezeichnet wird. Denn die sog. “freiwilligen Leistungen” der Kultur mit ihren im Verhältnis minimalen Finanzspielräumen zu streichen und die sog. “notwendigen Leistungen” eines überdimensionierten und überfinanzierten Verwaltungsapparates weiterhin strukturell ins Nirwana laufen zu lassen, macht ein Missverhältnis deulich, dessen Nicht-Nennung im öfrfentlichen Diskurs ebenso bezeichnend für politisches Handeln in dieser Stadt ist wie der Versuch, Finanzlöcher mithilfe von webblogs zu beheben und politische Gestaltung über Internetforen zu organisieren.

    Soll ich mich also auf die Einladung zu Sparvorschlägen hier tatsächlich einmal einlassen, so würde ich einen genaueren Blick in die Strukturen der Moerser Verwaltung vorschlagen – da sind sicherlich Summen zu sparen, die dem Haushalt tatsächlich auf die Sprünge helfen würden!

  33. Bernhard Scheid# 33

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 18:18

    Lieber Norbert Ballhaus,
    danke für die Gelegenheit auf diesem Weg seine Meinung sagen zu dürfen.
    In aller Kürze:
    1.Die Ursache der aktuellen Finanzkrise bitte öffentlich benennen!-Haben wir nicht erhebliche Probleme auf der Einnahmenseite durch den Rückgang der Steuern?
    2.Die Verursacher entsprechend der Zuständigkeiten auch im Land und im Bund mit in die Verantwortung nehmen.
    3.Die Einführung der kaufmännischen Buchhaltung für die Stadtverwaltung und Beteiligungsgesellschaften konsequent und beschleunigt fortsetzen um endlich Transparenz für jede Einrichtung zu schaffen.
    4.Die Erfahrungen der ausgelagerten Betriebe in GmbH’s in Bezug auf Kostentranzparenz für die Verwaltung und den Rat nutzbar machen.
    5.Die Haushaltssanierung mittelfristig angehen-Zweijahreshaushalte können hilfreich sein.
    6.Kultureinrichtungen mit ihrem Bildungsauftrag ernstnehmen und sie gerade in diesen Zeiten stärken!
    7.Die Stadt in ihren Vielfalt liebens- und lebenswert erhalten!
    8.Glaubwürdig bleiben .Nicht nach der Wahl sein eigenes Wahlprogramm ,mit dem man mit in die Verantwortung gewählt wurde, vergessen!

    Glückauf und Freundschaft!

  34. Susanne Wilckens# 34

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 19:26

    Die Abschaffung des Schlosstheaters als Einsparvariante wäre ein fatales, barbarisches Fanal. Abgesehen davon, dass das Schlosstheater seit einiger Zeit dabei ist, sich einen Namen zu machen, brauchen wir Theater als Korrektiv zu gesellschaftlichen Fehlentwicklungen und für mentale Freiräume. Wer außerdem diverse Vorstellungen des Moerser Schlosstheaters (für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, teilweise unter Beteiligung von Schülern) goutiert hat, kann eine solche angedachte Sparmaßnahme nur als Armutszeugnis ansehen.

  35. Günter Rehn# 35

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 21:48

    Das Leitbild Moers 2020 fand ich bisher im Hinblick auf die Ausgestaltung einer sozial orientierten Stadt persönlich etwas unterbelichtet. Zitat: „Die Förderung eines Generationen und Nationalitäten übergreifenden Miteinanders in den Stadtquartieren und Ortsteilen liegt uns … besonders am Herzen. Wir wollen … sicherstellen, dass Moers seinen Einwohnerinnen und Einwohnern im Wohnumfeld in ökologischer wie sozialer Hinsicht höchste Lebensqualität bietet.

    Kulturell ging da schon mehr. Noch ein Zitat:
    „Wir verstehen und (er)leben Kultur in Moers als Schlüsselfeld des gesellschaftlichen Lebens – sie ist die „Seele“ unserer Stadt. Kultur stärkt unsere Moerser Stadtidentität sowie das Zusammenleben der Kulturen in unserer Stadt. Sie schafft Lebensqualität und Wohlbehagen, fördert die persönliche Bildung und die stadtgesellschaftliche Auseinandersetzung. Als Festivalstadt mit Höhepunkten (sic!) wie dem Moers Festival und Comedy Arts Festival oder über das Schlosstheater verleiht uns die kulturelle Arbeit überregionale Bekanntheit und Ausstrahlungskraft. In diesem Sinne fördern und sichern wir nachhaltig eine qualitativ hochwertige Kulturarbeit in ihrer ganzen Vielfalt. Schwerpunkte setzen wir bei der Herausstellung unseres gebauten kulturellen Erbes sowie bei profilierten, innovativen Angebotsinhalten und -formen.“
    Dem wäre eigentlich nicht viel hinzuzufügen – Kultur und Soziales sind längst mehr als weiche Standortfaktoren. Wer will denn in einer Stadt leben oder seine Kinder aufwachsen lassen, die den sozialen und kulturellen Kahlschlag vorbereitet? Niemand. Vielleicht ist das Leitbild besser als ich dachte…

    Auch von mir ein herzliches Glückauf und Freundschaft in die Kulturhauptstadt Moers!

  36. Anja Reutlinger# 36

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 22:39

    Eine weitere Kürzung städtischer Mittel für das Schloss-Theater, die Bibliothek, die Musikschule und das Jazz-Festival wäre nicht zielbringend. Diese Einrichtungen dürfen nicht nur über Sitzplatzkosten, die Zahl der ausgeliehenen Bücher, Einnahmen durch Musikstunden und Konzerte bewertet werden. Mir persönlich liegt am Herzen, dass Theater, Bibliothek und Musiker für alle erreichbar sind und auch in die Stadtteile kommen. Wichtig sind beständige Ansprechpartner, die man dann auch mit Namen kennt. Das ist in Moers der Fall: die Schauspieler, Bibliotheksmitarbeiter und Musiker kommen in die Schulen und arbeiten mit kleinen und großen Leuten, kommen auf Stadtteilfeste und gestalten diese mit. Dabei geht es nicht nur um das Vergnügen, sondern auch oft genug darum, den Kopf einzuschalten und uns selbst und unsere Gesellschaft im Vergangenen und im Jetzt zu hinterfragen.
    Das ist wertvoll und muss erhalten bleiben, es gewährleistet nicht zuletzt politisch-kulturelle Bildung.
    Jugendarbeit des sci, der AWO etc.: hier wird ausgezeichnete Arbeit geleistet. An so mancher Stelle werden Zukunftsplanungen für junge Menschen verwirklicht, die diesen einen Einstieg in “unsere” Gesellschaft ermöglichen mit abgeschlossener Schul- und Berufsausbildung. Das ist knochenharte schlecht bezahlte Arbeit, die nicht gekürzt werden darf!

    Sparen kann man hingegen kräftig im Straßenbau: wir benötigen keine “Perserteppiche” in der Pflastergestaltung von Straßen und Plätzen. Asphalt und normale Gehwegplatten tuen es auch.
    Ein dritter Bürgermeister muss nicht sein.
    Sicherheitsdienste auf Meerbecker Friedhöfen zu belebten Uhrzeiten sind eine fragwürdige Ausgabe, da ist das randalierende Volk nicht unterwegs.
    Die Zeltgebühr für Campinggäste des Jazzfestivals wäre eine gute Sache.
    Patenschaften für städtische Grünstreifen vergeben: Anlieger können zumindest in Teilbereichen ihre Straßen selbst pflegen.
    Ausschreibung Königliche Höfe: hier nur noch das machen, was erforderlich ist, damit die Anbieter keinen Regress fordern können, danach sollte das Thema endgültig vom Tisch. Man sollte grundsätzlich kein Geld mehr für derart konkrete Überplanungen über Flächen ausgeben, die einem nicht gehören. Zusätzliche Einkaufszentren sind bei den jetzigen Leerständen von Verkaufsflächen nicht erforderlich.
    Sparen mit der Instandhaltung von vorhandenem: Rücklagen für städtische Immobilien dürfen nicht mehr anderweitig geplündert werden! Bereits Erstelltes sollte erhaltend gepflegt werden, das spart über die Jahre Reparaturkosten ein.
    Sparen mit Sportmöglichkeiten für die Allgemeinheit: die Eishalle muss nicht sein, jedoch ausreichend Sportplätze und zwei Hallenschwimmbäder sollten in Moers vorgehalten werden. Sachliche Architektur ist ausreichend, Schul- und Vereinssport benötigen keine Kieslandschaften und aufwendig gestaltete Fliesenspiegel und Foyers in den Schwimmbädern und Turnhallen.
    Meine Bitte an Euch, liebe Politiker und Verwaltungsleute: lasst Moers nicht zur kommerziellen Würstchenbude verkommen!

  37. Nils Heininger# 37

    Kommentar vom 8. Februar 2010 um 22:51

    Ja, bauen wir ein modernes Einkaufszentrum in unserer Innenstadt. Wenn wir dann noch das Jazzfestival streichen hat unsere Stadt endlich garkeinen Charme mehr.

    Viele Eltern beschweren sich hier, dass das Jazzfestival einen schlechten Einfluss hat, usw. und lieber die Eishalle erhalten bleiben soll, damit die Kinder Sport machen können.

    wer Freitags mal in der Eisdisko war, der merkt aber schnell, dass den Jugendlichen da mal ein bisschen Kultur und friedliches miteinander gut tun würde.
    Das Jazzfestival sollte meiner Meinung nach auf keinen Fall abgeschafft werden. Es gibt so viele Menschen, die Moers nur deswegen kennen. Gut, es produziert viel Müll und den meisten geht es nicht um die Musik.
    Trotzdem finden sich nachts Menschen aller möglichen Kulturen zusammen, feiern und trommeln zusammen und haben (bis auf wenige Ausnahmen) friedlich ihren Spaß.
    Da geht es um Kultur und das Miteinander, um Toleranz.
    Wir haben durch Einkaufszentren und Konsumgeilheit schon viel zu viel Kultur verloren, um auf das Jazz-Festival, oder die Veranstaltungen des Schlosstheater zu verzichten.
    Das Schlosstheater macht soviel im Bereich der Jugendarbeit, unterstützt Schulen bei Theaterprojekten usw.
    Sollen denn alle Kinder kulturell uninteressiert aufwachsen? Weil sie in Moers nur noch das tolle Einkaufszentrum kennen?

    Außerdem finde ich an so einer Internetumfrage sehr schade, dass bestimmt wenige alte Menschen Zugang dazu finden. Ich denke, das diese Leute sicherlich nicht begeistert wären, wenn man kulturelle Ausgaben streicht.

    PS: Ich bin nicht gegen die Eishalle, sondern wollte nur verdeutlichen, dass es schlechten Einfluss überall gibt. Das kann man halt nicht vermeiden.

  38. Dieter Zisenis# 38

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 09:50

    Was mich ärgert ist die Halbherzigkeit und vielleicht auch Scheinheiligkeit dieses Blogs. Was soll das bedeuten, dass der Bürgermeister ein paar Tage vor der Ratsitzung, in der der Kämmerer seine Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung einbringen wird, die Bürgerinnen und Bürger um Mitarbeit bittet? Sieht so Bürgerbeteiligung aus: „Das ist nicht nur reines Interesse, sondern ich möchte versuchen, Ihre Vorschläge zu unseren Vorschlägen zu machen. Zumindest will ich Ihre Anregungen beantworten, Ihnen erklären, was geht und was nicht geht.“ Wir dürfen hier mal was reinschreiben und der Bürgermeister erklärt uns dann, was geht und was nicht geht? Mit einem wirklichen „Bürgerhaushalt“ sind in anderen Kommunen bereits viel weitergehende Teilhabemöglichkeiten entwickelt worden. Das setzt aber deutlich mehr Transparenz und den Willen für – dann in der Tat aufwändigere – Diskussions- und Entscheidungsprozesse voraus. Dieser Wille ist in Moers leider nicht zu erkennen.

    Im Übrigen: Finger weg vom Schlosstheater. Was nützen die schön glatt geschliffenen Formulierungen im Leitbild der Stadt Moers, wenn jetzt wieder ein Tod auf Raten für das Schlosstheater diskutiert wird. Im Leitbild heißt es schließlich: Wir verstehen und (er)leben Kultur in Moers als Schlüsselfeld des gesellschaftlichen Lebens – sie ist die „Seele“ unserer Stadt. Kultur stärkt unsere Moerser Stadtidentität sowie das Zusammenleben der Kulturen in unserer Stadt. Sie schafft Lebensqualität und Wohlbehagen, fördert die persönliche Bildung und die stadtgesellschaftliche Auseinandersetzung. Als Festivalstadt mit Höhepunkten wie dem Moers Festival und Comedy Arts Festival oder über das Schlosstheater verleiht uns die kulturelle Arbeit überregionale Bekanntheit und Ausstrahlungskraft.“

    Das Schlosstheater ist keine Schaustätte für eine kleine Gruppe gut verdienender Bürgerinnen und Bürger. Die könnten in der Tat auch nach Düsseldorf, Oberhausen, Essen, Bochum oder Mülheim ins Theater gehen – und tun dies auch. Das Schlosstheater ist vielmehr Teil des gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen und politischen Lebens in unserer Stadt. Ob es die Aktivitäten in den Stadtteilen sind, die Arbeit mit Jugendlichen in Schulen und Freizeiteinrichtungen ist oder das Aufgreifen gesellschaftlich bedeutsamer Themen wie im Zusammenhang mit den Kunststücken Demenz, der „großen Tafel“ oder mit dem Theaterprojekt „Hotel Europa“ im ehemaligen Abschiebegefängnis – immer ist das Schlosstheater mitten im Leben in unserer Stadt. Und das soll so bleiben.

  39. Bernhard Mukielka# 39

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 10:08

    Hallo Bürgermeister,

    das Moerser Schloßtheater wie auch das Jazz-Festival sind für mich als Moerser Bürger seit vielen vielen Jahren ein Aushängeschild der Stadt Moers.

    Deshalb sind diese Kulturstätten erhaltenswert.

    Schon schlimm genug, daß es in Moers keine Stadthalle gibt, wie in Rheinberg, Kamp-Linfort etc.

    Musikalische Grüße

  40. Martin Bürgel# 40

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 10:34

    Weder ein Schloßtheater noch ein Schwimmbad noch Kö-Einkaufszentrum sind im Alleingang nötig man sollte sich für kulturelle und sportliche Angelegenheiten mit den Nachbarstädten zusammentuen und somit kostengünstig sowohl die Kultur als auch den Sport abdecken.
    Zusätzlich sollte Stadtpolitik wieder zu einen reinem Ehrenamt werden, welches nict sinnfreie Ausschreibungen zu Unsummen veranlasst.
    Kleine Schritte finanziell abgesichert, sind sinnvoller und vorallem
    billiger.

  41. J. Kunze# 41

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 10:41

    Sehr geehrter Herr Ballhaus,
    vielen Dank für die Mögllichkeit der Bürgerbeteiligung!
    Ganz kurz in Stichworten meine Prioritätenliste:

    Wichtig (für mich persönlich, aber auch weil Moers hierfür überregional, teilweise sogar Europaweit bekannt ist) sind:
    - Jazzfestival
    - Schlosstheater
    - comedy arts
    - Innenstadt mit individuellen Lädchen (z.B. Friedrichsstrasse)
    Hier stellt sich die Frage ob man diese Veranstaltungen und Einrichtungen stärker in einem Tourismuskonzept Ruhrgebiet / Niederrhein integrieren könnte. Vielleicht lassen sich Partnerschaften über den Zeitraum der Kulturhauptstadt hinaus knüpfen?
    Desweiteren wichtig:
    - Turnhallen für den Breitensport
    - Förderung der Vielfalt in den Vereinen allgemein
    Es ist zwar toll dass wir eine Volleyball-Bundesligamannschaft in Moers haben, wenn dafür aber viele andere Sportarten weichen müssen und die Vereine auseinanderfallen weil die Trainingsmöglichkeiten schlecht sind ist das für die Nachwuchsarbeit sehr demotivierend.

    Weniger wichtig (und auch weniger berühmt):
    - Kino
    - Hallenbad
    - 99Cent läden in der Innenstadt
    - große Einkaufszentren, wie sie es überall gibt

    Anders als Städte gleicher Größe mit großem Einzugsgebiet (wie beispielsweise Ulm) wird Moers sich immer gegen große Konkurrenz in direkter Umgebung (Schauspielhaus Bochum, Oper in Essen, Museen in Duisburg, Rockkonzerte in der Arena Oberhausen, Düsseldorf oder Köln) durchsetzen müssen. Dies kann nur durch Induvidualität gelingen. Bei Einsparungen dieser Individualität würde Moers zum “no-name” verfallen.

    Viele Grüße,

    J. Kunze

  42. Norbert Ballhaus# 42

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 11:27

    Lieber User,

    zunächst schon einmal herzlichen Dank für die vielen Einträge. Sie werden gesammelt morgen dem Rat überreicht, sodass sie in den – einige Wochen dauernden – Prozess einfließen können. Einige Themen werde ich hier noch erläuern.

    Zum Thema Abschaltung von Ampelanlagen:
    Wir schalten bereits 18 von 47 Anlagen von 0:00 – 05:00 Uhr aus – davon auch zwei auf der Römerstraße, was einen User besonders interessierte. Weitere Abschaltungen sind aus Verkehrssicherheitsgründen nicht angedacht. In Duisburg hat sich beispielsweise, nachdem viele Anlagen ausgeschaltet worden sind, die Unfallhäufigkeit verviertfacht. Gerne werden wir aber einige Bereiche gesondert überprüfen.

  43. Wolf Nitsche# 43

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 12:19

    Moers darf trotz Krise nicht an Attraktivität und Alleinstellungsmerkmalen sparen. Denn eine Stadt sorgt letztendlich durch interessante Angebote für Kaufkraftzufluss. Vielleicht führen Arbeitstreffen von Wirtschaftsförderung, Tourismusförderung, Stadtmarketing, Einzelhandelsverband und Kulturbüro zu kosteneffizienten Ideen mit Synergieeffekten.

    Ansonsten sollte der Wir4-Gedanke ausgebaut werden. Wie wäre es z.B. mit einem gemeinsamen Fuhrpark(management), um kommunale Fahrzeuge optimal auszulasten?

    Eine Idee mit tourismusförderndem Aspekt: Castrop-Rauxel kommen zur extensiven Grünflächenpflege in größeren Anlagen z.T. Schafe zum Einsatz. Der beauftragte Schäfer sammelt vor der Beweidung zudem Müll von den Grünflächen, damit die Schafe sich nicht verletzen. Für Moers mit seinem “Hüsch-Schaffaible” vielleicht eine nette Idee.

  44. Holger T.# 44

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 13:26

    Sehr geehrter Herr Ballhaus!
    Vielen Dank für die Möglichkeit mich auf diesem Weg zu Wort zu melden- ein basisdemokratischer Weg, wenn denn diese Stimmen wirklich zur Entscheidungsfindung beitragen.
    Leider muß ich mit Bestürzung feststellen, dass wieder einmal die Sparmaßnahmen die etablierten Kultureinrichtungen treffen sollen, insbesondere das Schlosstheater, was sich über lange Jahre und mehrere Intendanzen einen eigenen und überregionalen Namen erarbeitet hat. Will die Stadt Moers auf dieses Aushängeschild verzichten? Zudem, wieviel Kürzung kann dieses Theater tragen, im Verhältnis zum kommunalen Schuldenbergabbau– ein Tropfen auf den heißen Stein, der für das Schlosstheater jedoch einen kaum verkraftbaren Einschnitt bedeuten würde und massiv in das künstlerische Erscheinungsbild eingreift. Ebenso verhält es sich mit dem Jazzfestival. Es ist kurios wie leichthändig manch ein Stadtvertreter bereit ist, an den Ästen zu sägen, die sich weit über die Stadtgrenzen hinaus erstrecken und dieses Städtchen Moers zu Anerkennung und überhaupt in ein bundesweites Interesse gerückt haben. Will man abgeschlagen in seinem eigenen wenigen Saft schmoren scheint mir das der richtige Weg. Will man aber im gesamtdeutschen Raum eine Aufmerksamkeit erzielen und dem Namen Moers ein Gesicht zuordnen können, sollte man sehr vorsichtig einschränken, was der Stadt auch 50 km weiter noch seinen Namen verleiht.
    Natürlich gilt es darum an allen Ecken und Kanten zu sparen, um der finanziellen Misere beizukommen, und es ist ebenfalls unumstößlich, dass dieser Vorgang von allen Kostenverursachenden getragen werden muss. Aber wenn der Sparkurs dazu führt, dass man Einrichtungen derart beschneidet, dass es ihnen kaum noch möglich ist den Betrieb aufrecht zu erhalten und dies exemplarisch dort geschieht, wodurch überhaupt das Stadtbild bereichert wird, dann halte ich das Vorgehen für einen sehr kurzsichtigen und destruktiven Weg.
    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

  45. Wolfram Reutlinger# 45

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 13:39

    Sehr geehrter Herr Ballhaus,
    das mit dem Blog ist eine gute Sache, leider ist die Reaktions- und Auswertzeit zu kurz.
    Zum Sparen: Jeder, der sich in “Verwaltung” auskennt, weiß, dass die mit Abstand größten Sparpotentiale nicht in den “freiwilligen” sondern in den “Pflicht”- bzw. (aus Rechtsgründen wie Verkehrssicherheit) verpflichtenden Aufgaben liegen. Die eignen sich aber weniger für die öffentliche Diskussion, da kommt es auf Organisation, Personenführung, Verantwortungsbewusstsein und Kontrolle an. Auch hier gibt es Entscheidungsspielräume und die Möglichkeit und Notwendigkeit, Prioritäten zu setzen.
    So haben ich und viele andere uns gefragt, wieso Zigtausende € für die unnötige Neuasphaltierung der Bismarckstraße in Meerbeck ausgegeben wurden, während “nebenan” manche Straßen nur noch aus einer (künstlerisch sicher reizvollen) Ansammlung von Löchern bestehen. Zu den freiwilligen Aufgaben: Schlosstheater, Musikschule und VHS sind unverzichtbar, weil sie in ihrer Arbeit für und vor allem mit den Bürgern Jungen wie Alten helfen, aktiv ihr Leben und ihre Umwelt zu gestalten. Diese Menschen sind ganz überwiegend auch diejenigen, die sich in der einen oder anderen Form für ihre Mitmenschen und das “Gemeinwohl” einsetzen. Davon lebt eine Stadt – weitere Konsumtempel brauchen wir nicht!

  46. Michel Langhof (Berlin)# 46

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 13:48

    Zugegeben: Von alleine wäre ich weder auf diesen blog gestoßen noch hätte ich mich entschlossen, meinen Senf dazu zu geben. Da ich aber die stetig wiederkehrenden Debatten rund ums Moers-Festival kenne, konnte man geradezu drauf warten, dass sich diejenigen Moerser Bürger nun auch auf diesem Weg melden werden, die u.a. ein Ende der Mit-Finanzierung des Festivals durch die Stadt fordern oder gleich dessen völlige Abschaffung.

    Über die Bedeutung von Kultur für die Gesellschaft und das gesellschaftliche Leben schlechthin zu räsonieren, ist obsolet: Gesellschaft ohne Kultur ist keine Gesellschaft, wie man mittlerweile weiß, nicht einmal Neandertal.

    Aber vielleicht öffnet es deren Augen ja ein wenig, wenn man die Rolle des Festivals unter ökonomischen (hier auch: Stadtmarketing-) Aspekten betrachtet. Da müsste selbst solchen Moersern klar werden, die nicht nur einen weiten Bogen um die Veranstaltung machen, sondern es seit Jahrzehnten für das Übel schlechthin halten, dass kein Mensch ihre Stadt kennen – geschweige besuchen und dort Geld ausgeben – würde, gäbe es das Festival nicht. Der finanzielle Beitrag (denn mehr ist es ja auch nicht) zu den Veranstaltungskosten, ist somit eine Investition, die sich durch entsprechende Steuereinnahmen mehr als rechnet. Buchstäblich jede einzelne dort verkaufte Bratwurst lässt die Stadtkasse klingeln!

    Moers hat es in über 30 Jahren geschafft, auf der kulturellen und kulturpolitischen WELTtkarte ein Begriff zu werden, einen sog. kulturellen Leuchtturm zu etablieren. Die Kämmerer anderer Städte, auch solcher, die weit größer und bekannter sind, beneiden Moers um dieses Alleinstellungsmerkmal. Oder kennt auch nur ein Moerser jemanden, der z. B. nach Berlin fährt, um dort Musik von der Qualität und Bedeutung zu hören, wie sie alljährlich in seiner Stadt geboten wird?

    Wenn jetzt – um die Haushaltsschulden um rund 0,2 Prozent zu reduzieren – Hand an diesen Turm gelegt werden soll, egal ob durch eine neue Rhythmisierung auf zwei oder mehr Jahre oder durch völligen Verzicht darauf, dann war’s das. Moers ist ein für alle Mal weg vom Fenster.

    Da kann ich nur sagen: Nur zu! Ich jedenfalls habe dann keinen Grund mehr, alljährlich nach Moers zu fahren. Was sollte ich auch dort?

  47. Peter Germsen# 47

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 15:29

    Hallo,

    ich komme zwar aus einer Nachbarstadt, finde es aber sehr interessant, was hier passiert (ich wollte, unsere Stadt böte auf der städtischen Internetseite ähnliche Diskussionsmöglichkeiten). Und genau deshalb hat heute ein Kommentar im lokalen Kulturteil der RP mich hierhin gelockt. Auch wenn ich mich inhaltlich (als Nichtmoerser) nicht mit einzelnen Sparvorschlägen in die DIskussion einmischen möchte, beziehe ich zumindest kurz Stellung zum Kommentar von Frau Katzke.

    Die Redakteurin einer Zeitung, die uns täglich mit Umfrageergebnissen zu lokalen Themen beglückt und damit sicher auch Stimmung machen möchte, freut sich über die mangelende Repräsentativität dieser Diskussion hier? Ein Glück, dass die RP immer nur mit Prozentzahlen agiert und zu den Ergebnissen nicht auch die absoluten Zahlen der Teilnehmer veröffentlicht…

    Und inhaltlich: Auch ich liebe das Schlosstheater, aber welchen Sinn macht es, die immer gleiche Logik von Spardiskussionen zu wiederholen: Ein Verzicht auf das Schlosstheater (Gott bewahre!) schließt keine Etatlücke – deshalb macht es keinen Sinn es zu schließen.
    Frau Katzke, genau dasselbe sagen alle anderen Einzelhaushaltspostenverteidiger von ihrem Etat auch. Ergebnis: nirgendwo wird eingespart, die Karre fährt weiter in den Sumpf. Das riecht nach mangelnder Kreativität im Kulturteil einer kulturverbundenen Zeitung.

    Ich wünsche der weiteren Diskussion auf jeden Fall eine ideenreichen Verlauf!

  48. F.Keusemann# 48

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 15:34

    Sehr geehrter Herr Ballhaus,

    auf Schlosstheater und Jazzfestival zu verzichten wäre eine kulturelle Bankrotterklärung der Stadt Moers, denn es gäbe nur noch Weihnachtsmarkt, Kirmes und Nelkensamstagszug.
    Freundliche Grüße
    Frank Keusemann

  49. Jörg Grütjen# 49

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 16:11

    Wie wahrscheinlich nur ganz wenige vergleichbare Einrichtungen macht das Schlosstheater den guten überregionalen Ruf von Moers aus! Zur äußerst positiven Außenwirkung kommt die lokale Verankerung durch die tolle theaterpädagogische Arbeit mit jungen Menschen. Am Schlosstheater zu sparen hieße, den Ruf von Moers als kleine Kultur(haupt)stadt zu zerstören.

  50. Alina Thorack# 50

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 16:55

    Es ist super wichtig, dass das Schlossteater erhalten bleibt, diejenigen die sich nicht dafür interessieren kann es ja egal sein was damit passiert. Aber mir nicht! Das Schlossteater ist eins der wenigen Orte, an denen in Moers noch mit Jugendlichen zusammengearbeitet wird. Und ich (17) kenne total viele Leute die sehr gerne Stücke des Schlossteaters sehen und viele die gerne im Schlossteater mitmachen würden. Das nächste Teater ist in Kamp-Lintfort (da kann man nicht mal eben mit dem Rad hin) und die haben kein Jugendteater. Moers mit als Kulturhauptstadt 2010 ohne ein gescheites Teater ? Das passt doch nicht.

  51. storck,wilhelm# 51

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 17:11

    Bitte, Kapitaldienst der Stadt prüfen, (noch unbekannt?)
    Verhältnis der Kosten für freiwillige Leistungen anteilmäßig zum Kapital- und Schuldendienst prüfen. Da sind m.E.andere Sparziele zu verfolgen. Für dannentsprechend geringe Einsparungen sind Einrichtungen der Selbsthilfe vorgesehen, die, lange bewährt, unersatzbbar werden.

  52. Erfolgshascher# 52

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 19:05

    Was für ein Schaulaufen…na ja, im Mai sind Wahlen und dann kann der BM im blog.moers.de ruhig für die SPD Stimmung machen…als ob Bund. Land und Wirtschaftskrise das strukturelle Problem in Moers verursacht hätten!! Einen Teil zu den Problemen beigetragen sicherlich, aber bitte nicht vergessen, dass unter den Jahrzehnten der SPD in Moers Gelder verschwendet, Immobilien und Infrastruktur vernachlässigt und die Verwaltung – gerade in höheren Besoldungsgruppen – unnötig aufgebläht wurden.
    Egal, was hier eingespart wird, die Folgekosten sind nur durch ein Wirtschaftswunder auszugleichen…wenn dem nicht wieder die Freigiebigkeit mit Steuergeldern entgegen stünde!!!

    Aber was soll’s, Moers steht nicht alleine da…das liegt wohl in der Natur des Menschen!

  53. Holger -Familienvater-# 53

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 19:37

    Solange die Kinder keinen vernünftigen Sport betreiben können weil die entsprechenden Sportstätten fehlen und auch nicht schwimmen können wie dies früher üblich war – sollte der Bürgermeister jede zur Verfügung stehende Sparmöglichkeit nutzen. Also auch das Jazz Festival abschaffen oder beim Theater sparen. Ein Ereignis 1 x im Jahr- hauptsächlich für NICHT-Moerser, wie das NEW-Jazz Festival, ist doch so nicht ernsthaft tolerierbar.Vor allem wenn die Beibehaltung fast nur von Nicht-Moersern , so wie hier im Blog auch, gefordert wird. Eine kulturelle Bereicherung kann ich nicht erkennen. Lieber eine “kulturelle” Bankrotterklärung wie in einem Blog hier geschrieben und dafür sportlich aktive Kinder und Jugendliche und zufriedene Eltern! Und wenn wieder Geld da ist – kann man auch wieder ein Festival veranstalten- aber auch nur dann!

  54. Hermes der Bote# 54

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 22:54

    Wie nicht anders erwartet, melden sich viele Moerser Freunde des Schlosstheaters. Ich akzeptiere die Meinung. Aber ich vermisse die Antwort, wo denn gespart werden soll. Wenn nicht bei dem Theater, wo denn dann?

    Besonders interssant ist die Antwort der auswärtigen Besucher des Moers Festivals. Das Moers Festival füllt nicht die Kassen der Stadt sondern es kostet sehr sehr viel Geld.
    Die Einnahmen aus der verkauften Bratwurst kassiert der Bratwurstverkäufer.

    Das Jazzpublikum reist zu Jazzkonzerten und nicht zu einer Stadt. Umgekehrte Frage, wer kennt denn das Jazz Festival in anderen Städten. Da ich kein Jazzliebhaber bin, muss ich gestehen, ich kenne keins. Glaubt jemand ernsthaft der Taxifahrer in Berlin oder der Bankkaufmann in Frankfurt kennt das Moers Festival? Es ist ein kulturliebendes Publikum, welches sich hier mit Ortskenntnissen outet.

    Das einzige Jazz Festival, welches auch außerhalb der Jazz Szene bekannt ist, ist das Montreux Jazzfestival. Das kennt man aber gerade deshalb weil dort nicht nur Jazz gespielt wird.

    Dort spielten unter anderem Die Ärzte und Grace Jones. Glaubt jemand ernsthaft mit dieser Besetzung hätte das Moers Festival nicht auch Erfolg?

    Dem Montreux Jazz Festival scheint es nicht zu schaden.
    Jetzt warte ich nur wieder auf die Beiträge die sagen werden, was ist schon das Montreux-Jazz-Festival.

  55. Natalie S.# 55

    Kommentar vom 9. Februar 2010 um 22:55

    Auf das Schlosstheater kann auf keinen Fall verzichtet werden!!!
    Seine außergewöhnlichen Aktionen, seien es die Projekte zum Thema Demenz oder die vielen Angebote im Bereich des Jugendtheaters oder auch die vielen verschiedenen Spielstätten, machen es zu etwas ganz Besonderem! Gerade Jugendliche haben nicht in vielen Städten die Gelegenheit, so intensiv im Kulturbereich mitzuwirken und Erfahrungen zu sammeln in Workshops, Inszenierungen usw…
    Was haben wir noch an Kultur ohne das Theater?
    Ein Einkauszentrum am Kö dagegen schadet der Stadt eher, denn Menschen, die in ein Einkauszentrum wollen, werden immer eher nach Oberhausen etc fahren. Immer seltener dagegen gibt es einen so abwechslungsreichen Einzelhandel wie hier, das macht die Stadt attraktiv und darf nicht durch ein Einkaufszentrum, das ohnehin an sich schon viel kostet, zerstört werden.

  56. Kirsch# 56

    Kommentar vom 10. Februar 2010 um 00:01

    Zur Anwendung des Blog:

    Aus den Bürgerinformationen ist selten zu entnehmen aus welchen Standorten und Interessenlagen die Meinungen kommen. Zur Auswertung und Umsetzung wäre schon angezeigt, wenn folgende Zuordnungen vorher bekannt gemacht würden:

    1. Wohnort und Stadtteil in Moers
    2. Beruf und evtl. politische Organisation
    3. Alter und Familienstand

    Erläuterungen
    zu 1: Nicht hier Wohnende haben lediglich ein einmaliges Eventinteresse. Sie sehen nicht wie chaotisch es in vielen Ortsteilen dieser Stadt aussieht und insbesondere die Infrastruktur zu wünschen übrig lässt. In bestimmten Ortsteilen des Nordens von Moers Wohnende haben andere, oft überbordete Anforderungen an die Kasse der Bürger.
    zu 2: Bei Nennung von Beruf und politischer Organisation kann schon eingangs der Ausführungen herausgefiltert werden, welche Zielsetzungen mit dem Beitrag erfüllt werden sollen. Die Vielzahl der Meinungen zu einem Thema (Beispiel Kultur) kann nicht Grundlage für die Umsetzung einerseits oder das Entfallen oder Kürzen von städtischen Leistungen andererseits sein. Hier sollte das politisch unabhängige Gesamtinteresse vorgehen. .
    zu 3: Lebenserfahrung und die Forderungen nach einigermaßen vorhandener Lebensqualität der Familien mit Kindern sollten weiterhin entscheidende Kriterien für die Bewertungen der hiermit Beauftragten sein.

    D. Kirsch

  57. Christian# 57

    Kommentar vom 10. Februar 2010 um 07:38

    Hallo Herr Ballhaus,

    Am Schlosstheater und Jazzfestival würde ich nicht sparen.
    Ersteres ist Kultur und das einzige dieser Art in Moers und das Jazz-Festivall könnte mehr durch Sponsoring betrieben werden. Beides sind Aushängeschilder der Stadt, auch wenn hier in dem Blog die Bürger vielleicht keine Theatergänger sind oder Modern Jazz gerne hören. Desweiteren wird nach dem Jazz der Schlosspark mal so richtig sauber gemacht, was leider für den Rest des Jahres ein wenig in Vergessenheit gerät.

    Sparvorschläge müssen langfristig sein, damit ein Erfolg eintritt. Eine Einrichtung zu schliessen oder ein Event abzusagen, was weit weit über die Grenzen der Stadt Moers hinaus bekannt ist, ist der gänzlich falscheste Weg.
    Die Leute würden nicht mehr so regelmässig kommen, es wäre weniger gut besucht und dann kostet es richtig Geld und muss dann wahrscheinlich tatsächlich geschlossen werden.

    Man muss mal ALLE Ausgaben der Stadt auf eine Liste setzen und diese müsste individuell abgearbeitet werden. Kann man nicht eine solche Liste im Internet auflegen, wo dann zu diesen Punkten die Bürger Sparvorschläge machen können. Diese müsste aussehen wie folgt:

    Schlosstheater = 500000 €
    Schwimmbad = 3500000 €

    und so weiter….

    Dann kann man als Bürger erst mal einen Einblick bekommen, wo Geld überhaupt hinfliesst. Jetzt hier mit heißer Zunge einfach mal Wörter wie Jazz-Festival oder Theater oder Sporthallen in den Ring zu werfen, das macht man ja nur, weil viele wahrscheinlich gar nicht wissen, wo noch überall Geld hinfliesst.

    Danke für IHre Aufmerksamkeit

    Christian

  58. Michel Langhof (noch mal aus Berlin zu "Hermes dem Boten")# 58

    Kommentar vom 10. Februar 2010 um 11:21

    H. hat ja so recht!

    “Das Jazzpublikum reist zu Jazzkonzerten und nicht zu einer Stadt”, schreibt H. Wohl wahr. Nun findet das Moers-Festival aber nun mal nicht auf irgend einem abgelegenen Acker irgendwo in NRW statt, sondern der Stadt Moers. Also muss das Publikum doch wohl in diese Stadt fahren. Und wer sich drei, vier Tage in dieser Stadt aufhält, wird nicht umhin können, auch etwas von der Stadt mitzubekommen (woher hätte ich wohl sonst meine “Ortskenntnisse”?) und nebenbei auch Geld ausgeben.

    “Umgekehrte Frage, wer kennt denn das Jazz Festival in anderen Städten.” Antwort: Nur ein paar tausend Menschen. Die Frage vom Kopf aber wieder auf die Füße gestellt: Wer kennt schon Moers? Genau diese paar tausend Menschen plus eine Handvoll mehr. Und wer hätte ohne das Festival einen Grund, (von weiter her) nach Moers zu fahren?

    “Die Einnahmen aus der verkauften Bratwurst kassiert der Bratwurstverkäufer.” Völlig richtig. Und wenn der Bratwurstverkäufer seine Einnahmen nicht flugs in die Schweiz verfrachtet, dann geht ein – zwar kleiner, aber immerhin – Teil seiner Einnahmen an den Fiskus.

    “Das [Montreux-Festival; M.L.] kennt man aber gerade deshalb weil dort nicht nur Jazz gespielt wird.” Auch richtig. Vielleicht sollte aber H. mal aufs Moers-Festival gehen, um zu hören, dass dort (schon lange) nicht nur Jazz gespielt wird.

    Welche Botschaft überbringt somit eigentlich H.? Dass er als Blinder von der Farbe redet?

  59. Ein Moerser Jung# 59

    Kommentar vom 10. Februar 2010 um 12:07

    Ein kurzes Statement zur aktuellen Spardiskussion möchte ich auch gerne abgeben.

    Im Laufe der Diskussion wurden einige Vorschläge gemacht, wie man in Moers sparen könnte. Meistens wurde dabei der Rotstift zum Streichen eingesetzt. Gestrichen werden kann, was einem selbst nicht wichtig ist.

    Doch ich finde, man sollte sich gerade fragen, was einem wichtig ist. Und wenn man dies erkannt hat, dann wäre der nächste Schritt zu überlegen, was man selbst dazu beitragen kann, wie dabei gespart werden kann.

    So sollte sich der Freundeskreis „Schlosstheater“ nicht dafür einsetzen, die Schließung des Schlosstheaters zu verhindern. Vielmehr sollte der Freundeskreis „Schlosstheater“ Vorschläge entwickeln, wie auch im Schlosstheater gespart werden könnte.

    Dasselbe gilt für die Befürworter vom Moers-Festival, der Eishalle und Co.! Und sollte so wie auf derWesten.de auch die Stadt-Homepage eingespart werden, dann müssen wir Moerser Bürger auch einen Freundeskreis „Stadt-Hompage“ gründen, der als Lösung z.B. seine eigene Stadt-Homepage veröffentlicht und betreibt.

    Den Rotstift bei Dingen, die einem nicht wichtig sind, anzusetzen, ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Wir Moerser Bürger sollten überlegen, wie gespart werden kann, bei Dingen die uns wichtig sind. Und wie können wir dies unterstützen.

    Schließlich sind WIR die Stadt und nicht nur Herr Ballhaus und die Stadtverwaltung!

  60. Konrad Chr. Göke# 60

    Kommentar vom 10. Februar 2010 um 12:22

    “Politik ist die Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen weniger auf Kosten der Allgemeinheit auf dem Wege der Gesetzgebung” wenn sich diese Feststellung für immer mehr Mitbürger als wahrhaftig erweist, wird unsere aus den größten Katastrophen heraus entstandene Demokratie in seinen Grundlagen gefährdet. Die sogenannten “freiwillIgen Leistungen” sind der Bereich, der die Lebensqualität unserer Gesellschaft am deutlichsten beschreibt. Diese sogenannten feiwilligen Leistungen sind Grundgesetzauftrag, freiwillig ist bestenfalls, wo der Bürger diese Leistungen eingesetzt wissen will, aber nicht deren Umfang, immer schon der Steinbruch ist, um Kürzungen leichtfertig durchzusetzen. Hier trifft der Sparwütige auf wenig Widerstand, hier trifft er den schutzwürdigen Bereich unseres Gemeinwesens, den es mit Weitsicht zu verteidigen und auszubauen gilt. Es braucht kompetente
    Gesprächspartner in Politik und Verwaltung, die mit Weitsicht diesen Bereich verteidigen, der mit polpülärer Fastfood Kultur nichts gemein hat und des besonderen Schutzes bedarf, gerade weil man weiß, dass Einsparungen bei Jazzfestival, Schlosstheater, Musikschule, und deren Verschwinden relativ leicht zu bewerkstelligen sind und kurz und mittelfristig viele gleichgültig ließe.

  61. Peter Weist# 61

    Kommentar vom 10. Februar 2010 um 12:58

    Wer fordert, zwecks Haushaltssanierung kulturelle Einrichtungen zu schleifen, der verkauft auch die Räder seines Autos, damit er Geld für Sprit hat. Ich hoffe sehr, dass nicht allzuviele Menschen mit dieser Art “Wirtschafts”-Denken die Geschicke unserer Stadt beeinflussen. Zu den “besorgten Familienvätern”: Sport ist mir persönlich in jeder Form völlig schnuppe, (an)erkenne aber seine Bedeutung für andere MitbürgerInnen in vielfältiger Hinsicht. Wenn ich nun – wie Sie es tun – nach dem St.-Florians-Prinzip (Herr, verschon’ mein Haus, zünd’ andere an!) verlangen würde, Bau und Unterhalt von Sportstätten zu Gunsten der Kultur drastisch zu kürzen oder gar ganz einzustellen – was würden Sie sagen? Wenn Politik dann – um uns beiden gerecht zu werden – auch beides abschafft und stattdessen Konsumtempel, Parkplätze und breite Straßen baut – fänden Sie Moers dann noch lebenswert? Mit weniger Egoismus und mehr Einsicht in die notwendigen Strukturen eines funktionierenden Gemeinwesens kämen Sie selbst darauf, welch’ wichtige Rolle die Kultur dabei spielt.

  62. Logiker# 62

    Kommentar vom 10. Februar 2010 um 13:13

    Hallo,

    der “Moerser Jung” zielt mit seinem Statemment in die richtige Richtung.

    Wie immer dreht sich alles im Kreis. Jeder verteidigt sein “Ding” – ob Festival, Schlosstheater, 3. Bürgermeister-Posten oder Schulsanierung. Das ist – und das wissen Sie, Herr Ballhaus, sicherlich auch – sowohl die Logik der Politik als auch des “Kleinen Mannes”. Nur ist zu selten echte Logik im Spiel, obwohl es in der gnadenlosen Welt der Haushaltszahlen angebracht wäre. Es ist zu wenig Geld da, um alle glücklich zu machen. Also muss derjenige, der etwas erhalten oder gar neu einführen möchte, sagen, wo er stattdessen sparen würde. Wahrscheinlich geht es in der ganzen Diskussion nur darum, den bitteren Geschmack der Sparmaßahmen möglichst gerecht zu verteilen.

    Wenn es also z.B. wirklich wirtschaftlich (sparsamer) wäre, das Jazzfestival auf drei Tage zu kürzen odes es nur alle zwei Jahre stattfinden zu lassen – warum nicht? Das würde die Strahlkraft des Events nicht mindern.
    Wenn es bei der Einrichtung des dritten Bürgermeister-Stellvertreterpostens wirklich nur um die Bedienug persönlicher Eitelkeiten geht – sparen! Wenn es gute organisatorische Gründe gibt oder die Sache kein zusätzliches Geld verschlingt – beibehalten. Das muss dem Bürger und dem politischen Gegner “bewiesen” werden.

    So oder ähnlich müsste man die einzelnen Fragestellungen Punkt für Punkt durchgehen. Ohne Zorn und Eifer, ohne allzu übetriebens Lobbydenken, ohne unbedachtes “Gehtnicht”. Wahrscheinlich bleibt’s ein Traum.

  63. ein helfender Altbürger# 63

    Kommentar vom 10. Februar 2010 um 13:25

    Der Bürgermeister ist gefragt als Chef der Verwaltung und Politik.

    Zuerst sollte festgelegt werden, dass die die Rechnung zu zahlen haben, die auch die Musik bestellten. Dieses Verursachungsprinzip sollte ausnahmslos für die gelten, die die Vorteile haben. Das sind leider in dieser Stadt nicht die Bürger in allen Stadtteilen, obwohl diese die Finanzbeiträge mit erbringen.

    Als weiteres Ziel sollte angestrebt werden, die Qualität der Planer und Entscheider in Verwaltung und Politik zu verbessern. Das erreicht man, mit einer Reihe von Maßnahmen. Grundlage sollte eine Analyse der Leistungsfähigkeit sein, in dem auf der Basis des NKF
    (Neues kommunales Finanzmanagement) Konkurrenz-Vergleiche über Kennzahlen mit anderen politischen Gemeinden hergestellt werden. Damit ergibt sich auf Dauer ein ausgeprägtes Anforderungsprofil, auch an die einzustellenden Mitarbeiter und zu wählenden Politiker.
    Wenn z.B. nur wenige der bei der Stadt Beschäftigten auch in dieser Stadt wohnen, ist das ein wichtiges Indiz dafür, was Mitarbeiter von der Stadt halten deren Bürger ihre Arbeitsleistung bezahlen. Schon heute ist bekannt, dass die Gebühren der Stadt Moers in allen Fällen in den oberen Eurobereichen liegen (Bildzeitung und Bund der Steuerzahler). Wir bezahlen also gutes Gelld für unbefriedigende Leistungen der Verwaltung und Politik.
    Wenn seit Jahren in der Kommune Moers ein betriebliches Vorschlagswesen fehlt, kann man daraus schließen, dass niedriige Qualität die Norm bestimmt und der Bessere und Kompetenzbewusste sich zwangsläufig auf dieses Maß unterordnet.
    Wer kontrolliert eigentlich kritisch und verantwortungs-bewußt Verwaltungshandeln nach den Kriterien der Preis-Leistungsanforderungen? Der Bürger kann es nicht sein. Er erhält immer ausweichende, nicht nachvollziehbare Antworten über kritisch angemerktes Fehlverhalten. Änderungen im Kostenverhalten werden von dieser Stadt in der Regel erst durch von Bürgern erstrittene Gerichtsurteile verspätet umgesetzt.
    Was nutzen die von den Bürgern seit Jahrzehnten in ehrenamtlichen Initiativen erarbeiteten Vorschläge, wenn die Entscheidungen anderes getroffen und Gelder permanent verschwendet werden. Die Schlechtleistungen des Dezernates für Bau- und Verkehr sind seit Jahren offene Beispiele dafür. In der freien Wirtschaft hätte diese Organisation der Stadt nicht lange überlebt. Nachhaltigkeit in Denken und Handeln kann hier nicht festgestellt werden.
    Wer kann denn das ewige Wunschdenken der SPD-Steinkohlenklientel endlich einmal einschränken? Kumpel gehen bekanntlich mit dem 48. Lebensjahr mit einer guten Rente in den sog. Ruhestand. Das erlernte Anspruchsdenken verbunden mit Ressourcen-vernichtung wird dann sogar weiter in die Politik getragen. Das Ergebnis sind dann diese Schulden-haushalte und die Hilferufe des Bürgermeisters, die dann sogar aus derselben Richtung kommen!.
    Moers wurde zur Stadt Murks.
    Ein Paradigmenwechsel ist dringen angesagt.
    Kurzfristiges Handeln hilft hier nicht.

  64. Holger# 64

    Kommentar vom 10. Februar 2010 um 15:57

    Das Peter Weist Sport egal ist -ist verständlich .C. Weist ist schließlich die Aufsichtsratsvorsitzende des Jazzfestivals. Ich habe aber lieber eine schicke Turnhalle in Moers – auch wenn man dafür 20 Jahre auf dieses Festival verzichtet um das Geld reinzubekommen!

  65. Christian# 65

    Kommentar vom 10. Februar 2010 um 23:51

    Oh je… Es gibt immer nur die drei Themen…
    Sport – Jazz – Theater….

    WO FLIESST DENN DAS GELD DER STADT HIN. Erst dann kann man doch mal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, wo Einsparpotential ist…
    Das Jazz kostet im Jahr….. (will mich jetzt nicht genau festlegen) ca. 450000€. Die monatliche Miete für das neue Rathaus ebenfalls. Und das pro Monat…. Schön, dass mal eine über 30 Jährige Tradition kippen will um eine Monatsmiete zu zahlen… *grummel*

  66. Hermes der Bote# 66

    Kommentar vom 11. Februar 2010 um 23:08

    Jetzt steht es fest, Moers gibt zuviel Geld für Kultur aus. Im Umkehrschluss heißt das aber, dass wir hier sparen müssen.

    Da gibt es nichts zu deuten. Die Frage ist jetzt nur, wer muss wieviel einsparen oder müssen wir uns von etwas ganz trennen. Eine Alternative gibt es nicht. Wurde hier bisher aber auch nicht ernsthaft aufgezeigt.

    Daher würde ich zum Beispiel prüfen, ob die Vergütungen der Verantwortlichen nicht auch an die allgemeine wirtschaftliche Situation angepasst werden. Ich gehe davon aus, dass auch hier Kürzungen vorgenommen werden!

    Man kann nicht nur bei den Indiandern sparen auch die Häuptlinge müssen mal dran glauben.

  67. Norbert Ballhaus# 67

    Kommentar vom 12. Februar 2010 um 16:43

    @Mirjam Schmuck
    Herzlichen Dank für Ihre kritische Auseinandersetzung mit meinem neusten Blog-Beitrag. Eines kann ich Ihnen versichern: Ich weiß, dass ich mir mit den Beiträgen der Bürgerinnen und Bürger hier im Blog kein vollständiges Bild der Lage verschaffen kann. Ich werde eine solche Entscheidung auch nicht leichtfertig an Internetforen abtreten. Aber ich möchte diesen moderen Kanal nutzen, um in Ergänzung zu den vielen Rückmeldungen in persönlichen Gesprächen, Briefen oder E-Mails eine weitere, moderne Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung zu geben und vielleicht auch neue Zielgruppen für einen Meinungsbildungsprozess zu gewinnen.

  68. U. Hofmann# 68

    Kommentar vom 15. Februar 2010 um 11:09

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
    alle sehen ein, dass gspart werden muss, allerdings nur immer beim jeweils anderen. Die denkbar schlechteste Idee ist, an Kultur zu sparen, obwohl darauf immer alle zuerst kommen und meinen, darauf verzichten zu können. Kultur ist aber eben nicht verzichtbar.
    Die kleine Großstadt Moers hat ja nicht allzuviel zu bieten und ist gerade wegen ihrer kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen weit überregional bekannt. Was wäre Moers ohne Schloßtheater oder Jazzfestival? Wer würde Moers dann überhaupt kennen, außer als Autobahnkreuz? Es gibt ganz gewiss viele andere Sparmöglichkeiten. Brauchen wir z. B. wirklich drei Bürgermeister?

  69. KLau,Unrat.Abfuhr s Fabritz# 69

    Kommentar vom 20. Februar 2010 um 23:17

    Warum haben Bürger vor vielen, vielen Jahren in ihren Gebieten Bürgermeister, Räte und Verwaltungen gewählt? Weil man einsah, dass einige Regeln und Vorschriften zu erlassen und kontrollieren waren, damit das gemeinwesen funktioniert, und gemeinsame Aufgaben, wie Feuerwehr, Unratabfuhr und Polizeiwesen funktioneren. Dies sollten wir uns allgemein erst einaml zu Bewußtsein bringen.
    Ein wichtiger Posten ist dabei die finanzielle Ausstattung einer Stadt, und hier ist wohl in den vergangenen Jahrzehnten gegen grundsätzliche Gebote verstossen worden, indem regelmäßig vielmehr ausgegeben wurde als eingenommen. Kein Privatmann und keine Firma könnte sich ein solches Vorgehen auf Dauer leisten.
    Allerdings haben wir Bürger dieses reiche Füllhorn in den vergangenen Jahrzehnzen gern genutzt – die Konsequenz haben wir und unsere Kinder zu tragen!
    In diesem Forum kreisen die Sparvorschläge immer um die gleichen 5-10 Themen, weil sie Augenfällig sind; tatsächlich gibt es aber mit Sicherheit viel mehr Einsparpotential, das wir Bürger gar nicht kennen. Mein Vorschlag wäre daher, dass eine jede Verwaltungsabteilung 5% ihres bisherigen Etats einsparen muss. An welcher Stelle sie das tut, ist Sache der jeweiliegen Abteilungs- und Ressortleiter, denn diese sollten die Möglichkeiten am besten kennen. Ob dies nun ein einzelnes Projekt ist, das zurückgestellt wird, oder an mehreren kleinen Stellen gespart wird, ist Sache des jeweiligen Ressorts. Nur muss dies auch wirkungsvoll kontrolliert werden und nicht durch endlose Ausnahmen wieder ausgehebelt werden.

    Ein konkretes Projekt, das mich schon seit Jahren ärgert und bei dem man sicherlich Geld hätte sparen können, ist der Schlossanbau. Über DREI Jahren werkelt man nun schon an dem Anbau, das ist einfach lachhhaft. Allein die Zinsen! Bessere Koordination, mehr Kontrolle bei der Planung und Durchführung würde manchem städtischen Projekt gut tun.

    mit freundlichem Gruss, Klaus Fabritz

  70. KLaus Fabritz# 70

    Kommentar vom 20. Februar 2010 um 23:20

    Entschuldigung für die verrutschte Überschrift im vorherigen Beitrag!

  71. Thomas Bosch# 71

    Kommentar vom 24. Februar 2010 um 15:50

    Hallo Moerser Bürger und Politiker.

    Ich freue mich, dass die Stadt auf einen solche Möglichkeit setzt, Meinungen per Blog-Eintrag aufzunehmen und diskutieren zu lassen.

    Zunächst einmal möchte ich im allgemeinen darauf aufmerksam machen, dass natürlich alle Vorschläge auf einem gesunden Haushalt basieren müssen. Jedoch muss in dem ein oder anderen Fall auch mal in die Tasche gegriffen werden um in die Zukunft zu investieren und die Attraktivität zu steigern.

    Hier möchte ich vor allem einmal das Projekt Solimare 2.0 aufgreifen. Ich habe mir die Präsentationsvorlagen zu diesem Projekt durchgelesen und finde den Vorschlag, das Solimare zu erweitern und mit einem Wellnessbereich mit Sauna zu versehen großartig. Aus den Berechnungen ist auch erkennlich, dass “Nur-Sanierung” teurer kommt, als ein Ausbau der Anlagen. Ich denke, dass durch eine solche Attraktivierung der Umsatz gut gesteigert werden könnten, da es bisher ein solches Angebot mit Wellness und Erholung in Moers nicht gibt.

    Für mich ist dieses Projekt, auch wenn es wohl bei den Koalitionsverhandlungen untergegangen ist, noch immer nicht tot und ein wichtiger Baustein für die Freizeitkultur in Moers.

    Ich würde mich freuen, wenn diese Einträge auch wirklich im Rat angenommen werden und in die Debatten einfließen und nicht nur auf dieser Seite versauern.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Bosch

  72. wambo# 72

    Kommentar vom 10. März 2010 um 17:27

    ich habe hier gelesen das viele leute wollen das das jazz festival nurnoch alle paar jahre stattfinden soll. oder das das zelten etwas kosten sollte. der meinung bin ich nicht!!
    ich war vor ein paar jahren in münchen. als mich da jemand gefragt hat wo ich doch her käme, habe ich gesagt aus moers. antwort war:” ja kenn ich. wegen den jazzfestival war ich schon mal dort.”
    das jazz ist mehr von nöten für moers als so manche glauben. das kann man aber nur wissen, wenn man dort jedes jahr zeltet. so wie ich das mache

    mfg

    wambo

  73. MoerserFamily# 73

    Kommentar vom 19. März 2010 um 12:00

    Wohnhaft in Moers, 3 Kinder
    Uns ginge es nicht um behalten oder weg – sondern um das sparen.
    - Jazzfestival erhalten, alle 2 Jahre im Wechsel mit einem
    anderen Fest, Campinggebühren erheben, Parkgebühren
    erheben (2 Euro pro Tag sind auch schon was),
    Strafgelder für verdreckt verlassene Zeltplätze erheben
    (sofern machbar?)
    - Eishalle entweder erhalten und sich mit anderen Städten
    gemeinsam um die Finanzierung kümmern. Oder evtl.
    Sponsoren finden oder höhere Eintrittgelder oder die
    Halle verkleinern (Strom) und nur an bedingten Tagen
    geöffnet halten.
    - Theater erhalten und auch dort intern über
    Einsparmöglichkleiten beraten
    - Lieber EIN gut durchdachtes Hallen/Freibad als viele
    Überaltete
    - Weihnachtsmarkt auf die Eisfläche verzichten
    - Schulen könnten Teilpatenschaften an Parks oder
    Grünanlagen in Ihrer Nähe auferlegt werden. Kleine
    Gebiete werden Müllfrei gehalten und evtl. auch gemäht
    oder bepflanzt
    - Städtische Einrichtungen und Verwaltung müssen
    selbst einen kleinen Prozentsatz einsparen
    - Dienstwagen abschaffen, Wahlgeschenke verringern
    - der dritte Bürgermeister ist überflüssig, Aufgaben hier
    einfach besser verteilen
    - abschalten der Straßenbeleuchtung weiter ausbauen
    wo noch gefahrlos möglich
    - Umbau des Kö’s und die hohen Kosten der Planungen
    auf Eis legen und erst später wieder anstreben
    - Strassen und Gehwege kostengünstig nur
    die Notwendigsten sanieren
    - verkommene Spielplätze entfernen und lieber in etwas
    wenigere dafür Sichere und Gepflegte verwandeln
    Und damit alle Bürger für die Stadt Moers dazulegen:
    - Hundesteuer erhöhen (geringer Betrag)
    - Parkgebühren teilweise (und nur leicht) erhöhen
    - Eintrittsgelder für das Jazzfestival in Erwägung ziehen
    - Gewerbe mit günstigeren Konditionen locken
    - schöne Grünflächen und Immergrüne Sträucher/Blüher
    nutzen mehr als aufwendig beflanzte Blumeninseln –
    z.B. an Ampelflächen total überflüssig
    - Verkehrsschilder durchdachter einsetzten und
    Erneuerungen zunächt zurückstellen
    - Karneval mit anderen Nachbarstädten zusammenlegen
    (Rheinberg und Kamp-Lintfort wechselt sich ab, Moers
    könnte auch dazukommen und würde dann alle drei
    Jahre dran sein. Dafür aber wäre ein Zug durch die somit
    angrenzenden, mitfahrenden Wagen, Läufern und
    Kapellen auch wieder länger und schöner und noch
    besser besucht.
    Kleinvieh macht auch Mist :-)
    Glückauf und Freundschaft

  74. Haushaltsdisziplin# 74

    Kommentar vom 21. März 2010 um 11:09

    Guten Morgen liebe Leser !

    Wie kann man eingentlich über Jahre, Jahrzehnte auf allen Ebenen (Kommune-Land-Bund) jedes Jahr neue Schulden machen ? Denn selbst in Boom-Jahren ist es so gut wie gelungen, einen nur annähernd ausgeglichenen Haushalt vorzulegen ? Moers ist zur Zeit eine einzige Baustelle, und das, wo das Geld überall fehlt ! Wenn es ums Geldausgeben geht, um das Verteilen von Geschenken aus neuen Schulden heraus, will jeder Politiker/Verantwortliche ganz vorn mit dabei sein . . . ! Jetzt gehen alle in Deckung. Der Macht ist sich jeder bewußt, aber scheinbar nicht der Verantwortung seines Mandates. Aufwachen liebe Bürger, denn die Zeche zahlen die Autofahrer, Eigentümer von Grund und Boden – dadurch letztlich auch die Mieter – und jeder Moerser Bürger in Form höherer Gebühren. Gründe ? Moers gönnt sich zu viele Ausschüsse, Beiräte, Ämter, Sozialzuschüsse für jeden der nur laut genug schreit und über seine Partei mit im Rat vertreten ist. Auf Kapitalvernichter wie Kultur GmbH oder STM brauche ich wohl nicht näher eingehen. Wie sieht es eigentlich aus mit einem Sparbeitrag unserer Kulturschaffenden, wer legt deren Vergütungen fest ? Hier war in der Vergangenheit stets Geld da, aus neuen Schulden natürlich. Aber der Moerser meidet seit Jahren bestimmte Orte in Moers, die jetzt “Angsträume” heißen. Das ist für mich nicht sozial und demokratiefeindlich, weil man sich nicht frei bewegen kann ! Das Establishment hat es sich schön eingerichtet und bequem gemacht. Schaut mal auf die Stadt Langenfeld, … die machens richtig und haben Politiker mit Rückgrat.

  75. wambo# 75

    Kommentar vom 27. März 2010 um 16:51

    ich sage ja auch nur, dass wenn man geld für das jazz verlangen würde nicht mehr so viele leute kommen würden. es kommt ja kaum einer wegen den ständen oder dem jazz zelt. die leute kommen um uns dort zelten zu sehen. so ist das nun mal.

  76. wambo# 76

    Kommentar vom 29. April 2010 um 20:14

    man kann ja auch von jedem der zum karneval geht geld verlangen. kapitalismus ole

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