Das Glas Tee gehört immer dazu!

„Du kommst als Fremder und gehst als Freund“, lautet ein türkisches Sprichwort. Das kann ich nur bestätigen. Am Freitag, 25. September, werde ich zu Gast in der Repelener DITIB-Moschee sein. Dort wird das 30-jährige Bestehen des Vereins gefeiert – ein ganz besonderer Anlass für die Gläubigen.

Mittlerweile empfinde ich es als normal, in einer Moschee zu Gast zu sein. Dies ist für mich nun genauso üblich, wie einen christlichen Gottesdienst zu besuchen. Allerdings war ich vor kurzem um 7.30 Uhr in einer Moschee – so früh habe ich noch nie eine Kirche besucht. Jetzt weiß ich auch, woher die Redensart „unchristliche Zeit“ kommt.

Aber Spaß beiseite: Viele Leute mögen sich vielleicht fragen, was in einer Moschee passiert. Natürlich wird dort gebetet, aber es gibt auch viele andere wichtige Dinge. Beispielsweise bieten die Gemeinden Deutschkurse, kulturelle Aktivitäten Hausaufgabenhilfen oder auch Maßnahmen zur Integration an. Aber es wird dort auch gemeinsam gefeiert, gelacht und gekocht.

Mir ist die enorme Herzlichkeit aufgefallen, mit der ich stets in einer Moschee begrüßt werde. Das liegt aber nicht an meinem Amt als Bürgermeister, sondern allgemein an der Rolle als Gast. Da können „wir“ Deutschen uns sicher noch eine Scheibe abschneiden. Hier braucht man nicht lange im Vorfeld Termine abzustimmen oder zu fragen, ob man ungelegen kommt. Die Gastgeber sind immer voll dabei und versuchen, den Gästen eine schöne Zeit zu bereiten. Das Glas Tee, der „Cay“, gehört übrigens immer dazu. Als Teetrinker habe ich diesen Brauch natürlich sehr gerne angenommen.

Ob es am Samstag, 3. Oktober, auch „Cay“ gibt, weiß ich nicht. Dann wird natürlich der Tag der Deutschen Einheit gefeiert, aber zeitgleich findet auch der Tag der Offenen Moschee statt. In der DITIB-Moschee in der Römerstraße 605 kann man sich von 11 bis 17 Uhr selbst von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft überzeugen. Ich kann nur jedem raten, sich einmal selbst davon zu überzeugen.

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