Verfahren für Einkaufszentrum am „Kö“ geht weiter

Nach dem Rathaus und dem Bildungszentrum befindet sich die Stadt Moers nun in ihrer 2. europaweiten Ausschreibung: dem Verfahren zum Bau eines Einkaufszentrum am Kö. Und die 3. Ausschreibung in dieser Größenordnung steht bereits in den Startlöchern, nämlich das Sport- und Schwimmzentrum in Rheinkamp.

Kommen wir aber zurück zum Kö: Hier soll keine Mega-Shoppingmall im amerikanischen Stil entstehen. Das ist allein schon durch die Begrenzung der Verkaufsfläche (15.000 Quadratmeter, davon die Hälfte für Bekleidung und Schuhe) sichergestellt. Fakt ist, dass für diesen Bereich einfach eine Entwicklung zwingend nötig ist. Der Schandfleck mit dem alten Postgebäude muss weg!!

Über die europaweite Ausschreibung kann man diskutieren, man kann Polemik anwenden oder auch Wünsche mit dem Projekt verknüpfen. Eines ist jedoch sonnenklar: Mit der sogenannten Ahlhorn-Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf wurde ein klares Signal für die Verwirklichung von größeren Projekten gegeben. Will man heute als öffentlicher Auftraggeber Risiken vermeiden, muss man den Weg der europaweiten Ausschreibung gehen. Es ist nicht für alle Vorhaben das „Allheilmittel“, aber rechtlich gesehen der sicherste Weg. Als Kommune können wir uns keine „Wackelnummern“ erlauben, die später keinen rechtlichen Bestand haben oder angefochten werden können.

Bei der Ausschreibung laufen die Regularien folgendermaßen: Im Kern setzt der Auftraggeber bestimmte Eckpunkte fest, die eine Firma erfüllen muss. Diese Kriterien sind Bestandteil der eigentlichen Ausschreibung. Bis jetzt wurde beispielsweise neben der Quadratmeterzahl vorgegeben, dass

  • eine Anbindung an die Grafschafter Passage ebenerdig erfolgen soll,
  • der Haupteingang zum Königlichen Hof ausgerichtet werden muss und
  • die notwendigen Stellplätze öffentlich sein müssen. 

Wichtig ist, dass vorher alle (!) Wünsche und Vorstellungen feststehen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass dies den Verantwortlichen klar ist. Auf jeden Fall beschreiten wir hiermit den Weg des geringsten Risikos.

4 Kommentare

  1. Frank Meulich schreibt am 7. Juni 2009 um 16:14

    Lieber Herr Bürgermeister,

    ich habe Probleme, mir 15.000 Quadratmeter vorzustellen. Können Sie bitte einen Vergleich als Anhaltspunkt nennen? Vielen Dank!

    MfG Frank Meulich

  2. Christian Gräwe schreibt am 8. Juni 2009 um 10:15

    zum Vergleich; das neue C&A in Moers auf der Steinstrasse hat eine Verkaufsfläche von 3500 Quadratmeter. Sturn in Moers oder „nur“ die Schuhabteilung von Braun haben ca. 2000 Quadratmeter…. Ich hoffe, das war eine kleine Hilfe.

  3. Frank Meulich schreibt am 9. Juni 2009 um 09:23

    Hallo Christian,

    vielen Dank. Dann sind ja 15.000 nicht die Welt. Könnte für Moers ja passen. Bin echt gespannt, was daraus wird.

  4. Jörg schreibt am 30. Juni 2009 um 10:06

    Hallo zuasmmen,

    der Rat weiß aber auch, das 15000m² als Fläche zu viel ist, nach letzten Studien wieviel Verkaufsfläche Moers angeblich benötigt. mfi als Interessierter Betreiber hält dagegen, das weniger m² keine Anziehungskraft besitzt.

    Ich bin gespannt wie viel m² in 15 Jahren benötigt werden…..
    Es wird immer nur in der Weitsicht der Wahlen gehandelt….

    Gruß
    Jörg

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