Moers spart am richtigen Ende – an Energie

Dieses Wochenende zeigt, dass Moers auch beim Energieeinsparen und für den Umweltschutz einiges tut. Am Samstag (21. März) bin ich bei der Firma Riedel zu Gast. Dann wird die neue Photovoltaikanlage offiziell in Betrieb genommen. Das ist ein gigantisches Projekt, wenn man sich allein die Größe betrachtet: 11.400 Module sind auf rund 10.000 Quadratmetern verbaut worden. Das sind vergleichsweise mehr als eineinhalb Fußballfelder. Damit zählt die Anlage zu den größten Schrägdach-Anlagen Deutschlands. Gigantisch sind auch die Investitionen von rund 3,5 Millionen Euro und die Stromerzeugung, die damit möglich wird.

In unserer Region können mit einer 1-Kilowattpeak-Photovoltaik-Anlage mit circa 8 bis 10 Quadratmetern Fläche etwa 700 bis 900 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden. Der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts in Deutschland liegt bei etwa 4.000 Kilowattstunden. Sonnenenergie ist in Zeiten, in denen der „Energiehunger“ weltweit stark ansteigt, wichtiger denn je. Ich freue mich, dass gerade in Moers ein solches Vorzeigeprojekt entstanden ist. Dafür bin ich der Firma Riedel sehr dankbar.

Auch bei der Stadtverwaltung wird Energie gespart, besonders zurzeit im Bereich der Schulen. Natürlich sind die Bau- oder Anschaffungskosten erst einmal eine größere Investition. Aber diese zahlt sich später doppelt aus. Zum einen in den gesunkenen Energiekosten und zum anderen im Schutz unserer Umwelt. Beim Bau und bei der Sanierung unserer Schulen setzen die zuständigen Einrichtungen Zentralen Gebäudemanagements und der Projektgesellschaft Schulsanierung Moers mbHPRO:SA ganz auf neue Technologien – wie Energiemanagementsysteme oder Raumautomation. Dadurch erkennen beispielsweise Heizungen, wenn ein Fenster geöffnet wird und schalten sich automatisch ab. Damit wird eine Energieverschwendung von vornherein verhindert. Dass natürlich auch viel Wert auf eine vernünftige Dämmung gelegt wird, versteht sich von selbst.

Ein weiterer Baustein in der Moerser „Energiepolitik“ ist das Frischholz-Heizkraftwerk im Eurotec-Park in Utfort. Die über heißen Wasserdampf anfallende Wärme wird dort genutzt. Zudem wird die thermische Energie über eine Turbine in Strom umgewandelt. Das Kraftwerk erzeugt jährlich rund 18.750 Megawattstunden Strom und 63.750 Megawattstunden Wärme. Damit können rund 5.300 Haushalte mit Strom und 3.200 Häuser beheizt und mit warmem Wasser versorgt werden. Das Kraftwerk wird dabei ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen „angefeuert“. Das naturbelassene Frischholz verbrennt Kohlendioxid neutral. Der im Eurotec produzierte Strom wird übrigens direkt ins Stromnetz unserer städtischen Tochter ENNI eingespeist, die Wärme an den Fernwärmeverbund Niederrhein Duisburg/Dinslaken geleitet. Wer sich über die sichere und umweltschonende Funktionsweise des Heizkraftwerks informieren möchte, kann dies bald tun: Im Mai wird die offizielle Eröffnung gefeiert.

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