Gemeinsam handeln für die Zukunft von Jugendlichen

In Moers und der Region bewegt sich was für Jugendliche auf Ausbildungsplatzsuche. Erst gestern (Donnerstag, 5. Februar) konnte ich mich erneut von einem sehr guten Angebot überzeugen. Der Verein „Jugend und Arbeit in Moers“ (JAM) und das Autohaus Franken hatten zur zweiten Jugendmesse für Arbeit und Ausbildung eingeladen. 35 Firmen und Einrichtung stellten ihre Ausbildungsangebote vor. Unter den Ausstellern befanden sich einige öffentliche Arbeitgeber wie Finanzamt, Polizei oder die Agentur für Arbeit. Auch große Unternehmen wie Dr. Oetker oder ThyssenKrupp waren vertreten. Zudem konnten sich die Jugendlichen über verschiedene gemeinnützige Einrichtungen informieren. Die Messe ist bereits im zweiten Veranstaltungsjahr auch überregional bekannt geworden – das spricht für die Qualität. Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Mülheim hatten sich über das gute Konzept der Messe und des Vereins JAM informiert.

Dass solche Angebote nötig sind, zeigen immer noch die Zahlen. Zwischendurch hatte ich den Eindruck, dass sich der Lehrstellenmarkt verbessert hätte, aber es scheint keine spürbare Veränderung eingetreten zu sein. Im vergangenen Jahr kamen beispielsweise im Kreis Wesel 4.395 gemeldete Lehrstellenbewerber auf 1.721 gemeldete Ausbildungsstellen. Gemessen an der Nachfrage waren 2.674 Ausbildungsplätze zu wenig vorhanden. Auf den Punkt gebracht: Pro Lehrstelle gibt es zwei bis drei Bewerberinnen und Bewerber.

Manche Angebote sind außerdem nur auf Abiturienten zugeschnitten. Aber nicht jeder kann oder will das Abitur machen. Und manchmal ist es schwierig, bei der Vielzahl von Firmen und Berufen den Überblick zu behalten. Deshalb brauchen wir gute Ideen. Und das haben das Autohaus Franken und der angeschlossene Verein JAM vorbildlich geschafft. Wer sich dafür interessiert, findet weitere Informationen unter www.jam-ev.de

Übrigens war auf der Jugendmesse auch meine Tochter Lena zu Gast. Sie plant, eine Ausbildung bei der Polizei zu absolvieren. Leider wurde sie bei den Gesprächen an den beiden Ständen der Behörden enttäuscht. Mit ihrer Körpergröße von zurzeit 1,60 Meter ist sie zu klein für den Polizeidienst. Das war für meine Tochter natürlich keine gute Nachricht. Aber dieses Beispiel zeigt, wie wertvoll und wichtig diese Messe ist. Mögliche Bewerberinnen und Bewerber erfahren direkt Praktisches aus dem Berufsbild und wissen direkt, woran sie sind. Meiner Tochter drücke ich natürlich die Daumen, dass noch drei Zentimeter drin sind und sich ihr Traumberuf verwirklichen lässt. Letzteres wünsche ich natürlich allen Bewerberinnen und Bewerbern.

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