Früher war alles besser!?

Nachdem im Frühjahr dieses Jahres das volle Ausmaß und der Zustand der Eishalle und des Sportzentrums Rheinkamp klar waren, sind die Diskussionen in Öffentlichkeit und Medien recht intensiv geführt worden. Den Zorn und die Enttäuschung von Eltern und Lehrern bekam ich voll zu spüren. Aber die Entscheidung des Verwaltungsrats der Städtischen Betriebe Moers, das Sportzentrum Rheinkamp mit dem Hallenbad zu schließen, war richtig. Sicherheit und der Schutz von Menschenleben gehen vor. Mittlerweile haben sich die Gemüter beruhigt – so dachte ich bis vor kurzem. Aber in den lokalen Zeitungen und auf der städtischen Internetseite wird die damalige Entscheidung erneut angezweifelt beziehungsweise der heutige Zustand kritisiert. Zum Teil geschieht dies mit unrichtigen Argumenten.

Fakt ist natürlich, dass wir zurzeit in einem Provisorium leben, was den Schulsport und Vereinssport angeht. Alle Beteiligten wie der städtische Fachbereich Schule und Sport, sbm mit ihren Bäderbetrieben, Stadtsportverband, Vereine, Politik und nicht zuletzt die Verantwortlichen in den Schulen geben ihr Bestes, um die Übergangszeit zu überbrücken. Klar ist aber auch, dass dabei kreative Lösungen gefragt sind. So wird im November im Solimare die Traglufthalle aufgebaut, die übergangsweise Hallenschwimmen möglich macht. Zudem stellt die Stadt Zeiten in den beiden Lehrschwimmbecken zur Verfügung. Auch das Bad einer benachbarten Kommune dürfen Schülerinnen und Schüler für den Unterricht nutzen. Zudem gibt es eine Schule, die Tennis und Badminton als Alternative zum regulären Hallensport betreibt. Man sieht: kreative Lösungen sind da. Aber natürlich muss auch in den künftigen Monaten ein wenig Eigeninitiative an den Tag gelegt werden. Da bitte ich alle Beteiligten um Sachlichkeit und konstruktive Mitarbeit.

In „früheren“ Zeiten gab es keine Alternativen. Die Folge ist nun beispielsweise eine Bauruine in der Wilhelm-Schroeder-Straße. Das Bad wurde damals geschlossen und Alternativen wurden den Moerserinnen Moersern nicht aufgezeigt. Heute sind wir in einer besseren Lage. Wir haben durch die Gründung der sbm und deren Sport- und Bäderbetriebe neue Möglichkeiten und dadurch Freiräume geschaffen. Schwimmen kostet, wie allgemein bekannt sein dürfte, Geld – viel Geld. Durch künftigen attraktiven Angebote und den dadurch zu erwartenden Einnahmen können wir das „Breitenschwimmen“ subventionieren. Die Planungen laufen auf Hochtouren, und wir sind im Zeitrahmen, sodass ich guten Gewissens sagen kann, dass wir mittelfristig neue und vor allem sichere Sportstätten und Schwimmstätten haben. Anfangen werden wir damit in Rheinkamp.

Einen Kommentar schreiben

Schön wäre es, wenn Sie Ihre Beiträge so gestalten, dass auch die Interessen behinderter Menschen berücksichtigt werden. Wie dies geht, sagen wir Ihnen auf unserer Seite "Ihr Beitrag zur Barrierefreiheit".

Felder mit einem * sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden.

Kommentarformular


Teilen Sie uns bei:

.